Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
227
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Daß überhaupt durch ganz Europa der Gewerb-beiß, welcher in Städten seinen Sitz hak, mehr Vor-theil bringt, als der, welcher auf dem Lande getriebenwird, davon kann man, ohne sich in wenläuftige Be-rechnungen einzulassen, sich durch eine ganz einfache undin die Augen fallende Beobachtung selbst überzeugen.In jedem europäischen Lande finden wir wenigstens hun-dert Menschen, die durch Manufaktur und Handel ausarmen zu reichen Leuten geworden sind, gegen einen, derohne Vermögen den Landbau angefangen hat, und durchihn reich geworden ist. Nnn sind Manufaktur und Han-del die den Städten eignen Beschäftigungen: und derAckerbau ist die Arbeit der Menschen auf dem Lande.Es muß daher die Arbeitsamkeit dort besser, als hier,belohnt werden; der Lohn der Arbeit und der Gewinnvom Kapitale muß in der einen dieser Lagen großer, alsin der andern seyn. Nun suchen aber, Arbeit undKapital, die Oerter und die Beschäftigungen, wo sieam vorkheilhaftesten angelegt werden können. Sie ei-len also natürlicher Weise in die Stadt und verlassendas Land.

Die Einwohner einer Stadt sind einander nahe,und können also leicht Verabredungen unter sich treffen.Daher finden wir, in einer oder der andern Stadt, auchdie unerheblichsten Gewerbe zu Innungen erhoben. Undwo sie auch wirkliche Privilegien besitzen, herrscht dochbey ihnen der Jnnungsgcist, das heißt, die Eifersuchtgegen Fremde, die Abneigung Lehrlinge anzunehmen,oder andern die Geheimnisse ihrer Kunst mitzutheilen,Gesinnungen, wodurch sie zu freywilliger Uebereinstim-mung in, den, zur Einschränkung der Concurrenz abzis»

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