Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
222
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sches oder griechisches Wort / welches genau den Be.griff des Worts LehrblUlche ausdrückte, das heißt,weiches einen Dlenstbolhen eines Gewerbsmanneö be-zeichnete, der sich, aus eine gewisse Anzahl von Jah-ren, unter den Bedingungen bey ihm vermischet, daßaller Gewinn fiiner Arbeit seinem Herrn zugehöre, eraber, zum Lohne dafür, in dem Gewerbe unterrichtetwerde.

Eine lange Lehrzeit ist in allen Fallen etwas unnö-thiges. Selbst selche Gewerbe, die schon weit kunstrei-cher, als gemeine Handwerke sind, wie zum Beyspiel,die Gewerbe der Groß - und Kleiuuhrmacher, enthaltendoch keine so großen Geheimnisse, die einen langen Un-terricht nothwendig machten. Zwar ward zur ersten Er-findung solcher zusammengesetzten Maschinen, und selbstzur Erfindung einiger der Werkzeuge, welche zu ihrerVerse, rigung nöthig find, ein News lind langes Nach-denken erfordert; und nur eine glückliche Anwendungaußerordentlicher Fähigkeiten konnte sie hervorbringen.Aber, nachdem sie vorlangst erfunden, und durchgängigbekannt find, reicht der Unterricht weniger Wochen,und vielleicht Tage hin, einem jungen Menschen, aufdie vollständigste Art zu erklären, wie jene Maschinenerbauet, lind wie diese Werkzeuge angewandt werdenmüssen. Bey gemeinen Handarbeiten wären etlicheTage gewiß hinreichend. Zwar kann, auch in diesen,die Geschicklichkcit der Hand, und die Fertigkeit, dieRegeln gehörig zu beobachten, nicht anders, als durchviele Uebung erhalten werden. Aber zu dieser Uebungwürde ein junger Mensch weil mehr Fleiß und Aufmerk-samkeit mitbringen, wenn er vom Anfange an, umLohn, das heißt, als Geselle arbeitete : so nehmlich,

daß