Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
184
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Wenn eine Arbeit zu gleicher Zeit beschwerlich, un-angenehm, schmuzig, und doch dabey zufällig und un-terbrochen ist: so kann ihr Lohn, wäre sie auch von dergemeinsten Art, oft weit über den Lohn der kunstreich-en Arbeit steigen. Ei» Kehlengräbcr, der im Ge-dinge arbeitet, das heißt, der nach dem Maße her-ausgebrachter Kohlen bezahlt wird, soll zu Newcastle ge-meiniglich zwey -- und an vielen andern Orten Schott-lands dreymahl so viel gewinnen, als der gemeine Ar-beitslohn beträgt. Dieser hohe Lohn kommt lediglich von-dem Ermüdenden, dem Unangenehmen und dem Schmu-zigen dieser Arbeit. Die Ausläder der Kohlenschiffe inLondon sind mit den Kohlengräbem, in Absicht aller die-ser Umstände, in gleichem Falle, und sie haben über-lbieß noch den Nachtheil, daß ihre Arbeit mehr unter-brochen ist, da sie von der sehr unregelmäßigen AnkunftDer Kohlenschiffe abhängt. Es kann daher nicht unbil-lig scheinen, wenn sie gewöhnlicher Weise sich vier bisfünfmahl so viel, als gemeine Tagelöhner verdienen.And so ist es auch in der That. Bey einer vor etlichenJahren angestellten Untersuchung hat man gefunden, daßihr täglicher Verdienst sechs bis zehn Schillinge beträgt.Sechs Schillinge sind das vierfache von achtzehn Pfcnn.Sterling, dem gemeinen Tagelohne. In jedem Ge-werbe aber kann der niedrigste Lohn immer für den LohnDer größten Anzahl von Arbeitern angesehen werden.Jene Gewinnsie können übertrieben scheinen. Wenn siees indeß wirklich wären, wenn sie mehr als zureichten,olle unangenehmen Umstände dieses Geschäfts zu vergü-ten: so würden sich, da es kein Gewerbe mit ausschlies-senden Privilegien ist, so viel Leute zu demselben drän-gen, daß die Concurrenz bald den Lohn auf eine niedri-gere Taxe herunterbringen würde. Die