In einem Lande ferner, wo zwar die Reichen, oder dieCigen-H'umr großer Kapitalien eine hinlängliche Sicher-heit genießen, die Armen aber, oder die Besitzer kleinerKapitalien, fast von aller Sicherheit entblößt sind, ken-nen die in den sämmtlichen Gcwerbszweigen angewand-ten Kapitalien, nie so groß werden , alö die Nacur unddie mögliche Erweiterung dieser Gewirbszweige erlaubte.In jedem dieser Zweige, verschafft die Unterdrückungder Armen den Reichen eine Art von Monopol, wodurchdiese, da sie sich des ganzen Handels bemächtigen, inden Stand gesetzt werden, sehr große Gewinnste zu ma-chen. Daher ist zwölse vom Hundert, wie man sagt,in China der gewöhnliche Zinsfuß, auf welchen Geldausgeliehen wird: und die Gewinnste also, die man,von der Anlegung eines Kapitals in Gewerben, gewöhn-iicher Weise erhält, müssen groß genug seyn, um dieseZinsen zahlen zu können.
Zuweilen können fehlerhafte Gesetze, den Zinsfußder Darlehne, beträchtlich über das Maß erhöhen, wel-ches dem anderweitigen Zustande des Landes, das heißt,seinem Reichthums, oder seiner Armuth, angemessenwäre. Halten die Gesetze nicht strenge genug über dieErfüllung der Bedingungen, so werden dadurch alle Leu-te, die Geld borgen wollen, den Bankerottirern oderCreditlosen , auf gewisse Weise, gleich gesetzt. DieUngewißheit, ob man sein Geld wieder bekommen wer-de, bewegt die Kapitalisten, sich durch wucherhafte Zin-sen für die übernommene Gefahr schadlos zu halten. —Dieser Fall war, wie es scheint, unter den Nationenvorhanden, welche die westlichen Provinzen des römi-schen Reichs überschwemmeten. Einige Geschlechtsfol-
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