Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
145
Einzelbild herunterladen
 

-45

heic am besten erhält/ sondern auch am Ende des Jah-res die meiste Arbeit zu Stande gebracht hat.

Man behauptet, der Arbeitsmann sey in wohlfei-len Jahren fauler, und in theuren Jahren fleißiger,als gewöhnlich. Man hat daraus geschlossen, daß einreichlicher Unterhalt seinen Fleiß erschlaffe, und ein spar-samer ihn anstrenge. Das mag allerdings wahrseyn, daß ein ungewöhnlicher Uebsrfluß manche Arbei-ter zur Faulheit verleitet: daß er aber diese Wirkungbey allen thue, oder daß überhaupt Menschen besser ar-beiten wenn sie schlecht, als wenn sie gut genährtwerden, wenn sie entkräftet und nruthlos , als wenn siestark und munter sind, besser, wenn sie öftere An-fälle von Krankheiten haben, als wenn sie sich immerwohl befinden, das ist auf keine Weise wahrscheinlich.In theuren Jahren herrschen, nach sichern Beobachtun-gen , unter dem gemeinen Volke mehr Krankheiten,und die Sterblichkeit ist größer: es kann nicht fehlen,daß dadurch das Product ihrer Betriebsamkeit vermin-dert wird.

In fruchtbaren Jahren verlassen Dicnstbothen undGesellen oft ihre Herren, und versuchen, ob sie sich nichtdurch ihren Fleiß in einem unabhängigen Zustand erhal-ten können. Aber eben diese Wohlfeilheit der Lebens-rnittel vermehrt die Fonds, die zur Unterhaltung vonDiensileuten und Arbeitern angewandt zu werden pfle-gen , und ermuntert also die Herren, vorzüglich diePachter, eine größere Anzahl jener zu beschäftigen.Lchtre glauben nämlich, in solchen Zerren, daß ihreErzeugnisse ihnen mehr Gewinn bringen, wenn sie da-für eine größere Anzahl Knechte und Arbeiter halten,Smith Unters, i, Th» K - als