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1 (1799)
Entstehung
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Ein Sklave ^ sagt man gemeiniglich, lebt undstirbt auf Koste» seines Herrn ; ein freyer ArbcitSmannund Dienstbothe auf seine eignen. Das ist aber nichtrichtig: im Grunde lebt und stirbt der letztere eben sowohlauf Unkosten seines Meisters oder Dienstherr«, als dererstere. Der lohn der Tagelöhner und Dienstbotenjeder Art muß allenthalben so groß seyn, als nöthig ist,um das Geschlecht der Tagelöhner und Dienstbothen inverhältnißmäßiger Anzahl mit dem Bedürfnisse und demVerlangen der Gesellschaft nach arbeitenden Handen znerhalten. Aber obgleich auf gleiche Weise der Sklaveund der freye Lohnbcdiente auf Unkosten des Herrn unter-halten, beyde auf gleiche Weise, im Falle des Abgangs,auf Unkosten des Herrn ersetzt werden müssen: so sinddoch diese Unkosten bey den Sklaven viel großer, als beyden freyen Dienstbothen. Das zur Unterhaltung, oderzum Ersatz eines Sklaven bestimmte Kapital, wird voneinem fahrlässigen Herrn, oder einem sorglosen HauShal-ter verwaltet; die zu derselben Absicht beydem freyenArbeiter bestimmten Fonds, werden diesem frey-n Man-ne selbst zur Verwaltung anvertrauet. In fette Ver-waltung schleichen sich gemeiniglich alle die Unordnungenein, die in der Oekonomie der Reichen überhaupt herr-schen ; in dieser wird diejenige genaue Sparsamkeit undaufmerksame Sorgfalt beobachtet, die der Haushaltungdes Armen eigen zu seyn pflegt. Vey zwey so unglei-chen Verwaltungen muß die Erreichung desselben End-zwecks sehr ungleichen Aufwand erfordern. Und demzu Folge zeigt es sich auch, wie ich glaube, in der Er-fahrung aller Völker und Zeiten, daß freyer Leute Ar-beit weil wohlfeiler zu stehen kömmt, als Sklavenarbeit.Dieß findet sich selbst in Boston, Neuyork und Phila-delphia