Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
139
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Und koch sieht man schwerlich an irgend einem Orte eineso große Anzahl hübscher Kinder, als um eine Solda-tencesrne herum. Aber wenige derselben erreichen,wie es scheint, das dreyzehnte oder vierzehnte Jahr. Aneinigen Orten stirbt die Hälfte dieser Kinder noch vordem fünften, an vielen vor dem siebenten, und an allenbeynahe vor dem neunten oder zehnten Jahre. Diesegroße Sterblichkeit wird sich indessen nirgends anders,ald in den Familien armer gemeiner Leute finden, wel-che ihren Kindern nicht die Pflege geben können, welcheEltern von bessern» Stande auf ihre Kinder wenden.Obgleich die Ehen der erstem gewöhnlicher Weise frucht-barer sind, als die Ehen vornehmer Leute: so erreichtdoch von ihren Kindern ein kleinerer Theil das männ-liche Alter. In Findelhäusern, und unter Kindern,die auf Kosten des Publicums verpflegt werden, ist dieSterblichkeit noch viel größer, als unter den Kindern,die von armen Eltern selbst aufgezogen werden.

Jede Thiergattung vermehrt sich natürlicher Weissim Verhältnisse der Unterhalrsmittel, die sie hak; undkeine Gattung kann sich je über dieses Verhältniß ver-mehren. Aber in einer ordentlichen bürgerlichen Gesell-schaft können es nur die untern Klassen des Volks seyn,bey welche!» der Mangel des Unterhalts der Vermehrungder Mensche» Gränzen setzt: und er kann diese Gränzenur dadurch setzen , daß er einen große!» Theil der Kin-der , welche ihre fruchtbaren Ehen erzeugen, wieder umsLeben bringt.

Die reichliche Belohnung der Arbeit, indem sieden Arbeiter in Stand setzt, für seine Kinder besser zusorgen, und also eine größere Anzahl derselben aufzuzie.

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