Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
118
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sehr ruchtbar. Gemeiniglich machen sie, (weil sie glau-ben, mit ihrem Gesuche auf diese Weise schneller durch-zudringen) ein sehr lautes Geschrey, und nehmen sogarGewaltthätigkeiten und Mishandlungen zu Hülfe, Siesind in einer Art von Verzweiflung; und sie handelnmit der Thorheit und Ausschweifung verzweifelter Men-schen als solche, die entweder Hungers sterben, oderihren Meistern die augenblickliche Bewilligungen ihrerForderungen, durch eingejagtes Schrecken abzwingenwüsten. Die Meister sind bey solchen Gelegenheitennicht weniger laut, und rufen mit so viel Geschrey, alssie machen können, den Beystand der Obrigkeit auf,um von ihr die strengste Vollziehung der Gcfehe, diegegen die Verbindungen der Arbeiter- Dienstbothenund Tagelöhner vorhanden sind, zu begehren. Die Ar-beiter gewinnen daher auch gemeiniglich,, vy» der Hef-tigkeit ihrer aufrührerischen Verbindungen, sehr wenigVortheil, die vielmehr theils weil die bürgerlicheObligicit dazwischen tritt, theils weil die Meister ihrengemachten Plon standhafter, als die Arbeiter verfolgen,theils weil ein großer Theil der letztem, der Nothwen-digkeit seinen täglichen Unterhalt zu haben, nachgebenmuß sich mit der Bestrafung und dem Unglücke derAnführer zu endigen pflegen.

Aber obgleich, in dem Streite der Meister mit denArbeitern, über die Bestimmung des Tagelohns, derS:eg gemeiniglich auf der Seite der erstem ist: so ist esdoch, nach der.Nacur der Sache unmöglich, den söhn,auch der gemeinsten Arbeiten, unter ein gewisses Ver-hältniß, auf lange Zeit zu erniedrigen.

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