Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
93
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schuß bleibt, Gewinnst zu nennen. Das ist irrig.Arbeitslohn macht augenscheinlich einen Theil jenes Ein-kommens aus. Den Lohn, welchen der Pachter durchSelbstarbeiten erspart, muß er so ansehen, als wenn erihn selbst verdient hätte. In diesem Falle also wirdder Arbeitslohn mit dem Kapitalgewümste ver-mischt.

Ein unabhängiger Fabrikant, der Kapital genughat, um sich die Materialien zu seiner Arbeit selbst an-zuschaffen, und sich, bis er sein Werk aus den Marktbringen kann, auch selbst zu unterhalten, vereiniget inseinem Erwerbe den Tagelohn eines unter einem?Meisterarbeitenden Gesellen, mit dem Gewiunsie des Meisters,welcher den Gesellen hält und beschäftigt. Auch erpflegt indessen seinen ganzen Erwerb, Gewinnst zu nen-nen , und vermischt also gleichfalls Gewinnst mit Ar-beitslöhne.

Ein Gärtner, der seinen eignen Garten mit eignenHänden anbauet, vereinigt in seiner Person den drcyfa--eben Charakter, eines Landbesitzers, eines Pachters,und eines Handarbeiters. Das von ihm Erzeugte mußihm also alles Dreyes, die Rente des ersten, den Ge-winnst des zweyten, den Tagelohn des dritten bringen.Er sieht aber gemeiniglich das Ganze als die Frucht sei-ner Arbeit au. Rente und Gewinnst werden daher, indiesem Falle, mit dem Arbeitslöhne vermischt, und sindunter der Form desselben gleichsam versteckt.

Da, in einem wöhlangebaueken Lande, nur weni-ge Waaren ihren Tauschwert!) von dem Werthe der Ar-beit ganz allein erhalten , indem, bey den meisten , Land-

leute