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von der Natur in ihren Anlagen und Fähigkeiten weitauffallendere Verschiedenheiten erhalten, als die sind,welche wir bey den Menschen finden, ehe Gewohnheitund Uebung jeden zu einem Geschöpft eigner Arbeit bil-den. Die ursprünglichen Anlagen eines Philosophen unddie eines Lastträgers find weit weniger unterschieden, alsdie Instinkte und Fälligkeiten eines Bullenbeisftrs undeines Jagdhundes, eines Jagdhundes und eines Wind-spiels, eines Windspiels und eines Schäferhundes ver-schieden sind. Und doch sind diese Racen, obgleichaugenscheinlich Unterarten von einerley Gattung, dochnie durch ihre verschiedenen Naturgaben einander wech-selseitig nützlich geworden. Die Stärke des Bullen-beissers wird nie, weder von der Geschwindigkeit desJagdhundes, noch von dem feinen Gerüche des Wind-spiels, noch von der Gelehrigkeit des Schäferhundes un-terstützt. Aus Mangel derjenigen Fähigkeiten, oderder Triebe, welche zum Tausche erfordert werden, kön-nen die Wirkungen dieser verschiedenen Talente sich nichtzur Erreichung eines gemeinschaftlichen Endzwecks verei-nigen; und die ganze Gattung gewinnt von dieser Ver-seilung manuichfaltiger Naturanlagen unter ihre Glie-der, weder den mindesten Vortheil, noch das geringsteVergnügen; jedes Thier ist deswegen nicht weniger ge-nöthigt, sich einzeln, für sich, ohne den Beystand derübrigen seines Geschlechts, zu erholten und zu verthei-digen. Im menschlichen Geschlechte hingegen werdenPersonen vom unähnlichsten Genie einander wechselseitignütz'ich. Vermöge der bey diesem Geschlechte herrschen-
den allgemeinen Neigung zuin Tausche, werden die Er-zeugnisse aller in ihm vertheiltet Talente, gleichsam aufeinen gemeinschaftlichen Markt gebracht, wo jeder das,
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