Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
23
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er ist allen Menschen gemein, und er findet sich nichtbey den Thieren: als welche, nach aller Wahrschein-lichkeit , eben so wenig vom Tausche, als von irgendeiner andern Art von Verträgen etwas wissen. ZweyJagdhunde, wenn sie zusammen einen Hasen hetzen,haben zwar zuweilen das Ansehen., als wenn sie nachVerabredungen handelten. Jeder treibt den Hasen demmit ihm jagenden Hunde zu, oder sucht den Hasen auf-zufangen, wenn er von dem andern Hunde aufaejagt,und ihm selbst zugetrieben wird. Dieß ist gleichwohlkeineswegs das Werk einer Verabredung, sondern dienatürliche Wirkung eines übereinstimmenden Instinktsbeyder Hunde, der sich zufälliger Welse zu gleicher Zeitund bey demselben Gegenstände äußerte. I! jemand hatje zwey Hunde mit einander einen förmlichen Tausch überihre Knochen treffen sehen. Niemand hat je wahrge-nommen , daß ein Thier durch seine Geberden, oderdurch sein Geschrey, einem andern Thiere etwas demähnliches angedeutet hatte, als wenn wir sagen:Dasist mein, das ist dein, und ich bitt willens^dies; für jenes hinzugeben." Wenn ein Thier etwasvon einen: andern Thiere oder von einem Menschen ver-langt, so weiß es kein anderes Mittel, bende dazu zubewegen, als ihnen zn schmeicheln, und die Gunst dererzu suchen, deren Dienste es nöthig hat. Ein Affe lieb-koset seine Dame, und ein Windspiel sticht durch tau-send Sprünge die Aufmerksamkeit seines an der Tafelsitzenden Herr'n auf sich zu ziehen, wenn es von ihm ge-füttert zu seyn wünscht. Zwar bedient sich der Menschzuweilen gegen seine Nebenmenfchen eben dieser Künste;und wenn er keine andern Mittel hak, sie zu dem, was.er gern von ihnen gethan sähe, zubewegen, so nimmt

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