Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
19
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das, was in einer wohl eingerichteten, und weise regier,ten bürgerlichen Gesellschaft, diejenige allgemeine Wohl-habenheit veranlaßt, die sich auch bis auf die unterstenStände erstreckt. Jeder Arbeiter hat alsdann, vonder Sache, welche er hervorbringt, über die Quanti-tät, deren er selbst bedarf, noch einen großen Ueber-schuß; und diesen kann er ablassen. Und da jeder andereArbeiter in gleichem Falle ist : so kann der erste die ihmüberflüßige Quantität seiner Waare, gegen eine gleicheQuantität, oder, welches aus Eins hinausläuft, ge-gen den Preis einer gleichen Quantität Waaren, welchedie übrigen verfertiget haben, austauschen. Er ver-sorgt sie reichlich mit dem, was sie bedürfen, und wirdvon ihnen hinwiederum eben so reichlich mit demjenigenversorgt, was er nöthig hak: und so verbreitet sichein allgemeiner Ueberstuß über alle Klassen der Gesell-schaft.

Man gebe nur auf die Bequemlichkeiten Achtung,deren, in einem culkivirken und blühenden Lande, dergemeinste Handwerker oder Tagelöhner genießt: undman wird finden, daß die Anzahl von Menschen, derenFleiß sich vereinigen mußte, um ihm jene Bequemlich-kciten zu verschaffen, ob sie gleich von dem sämmtli-chen Producte ihres Fleißes nur einen sehr kleinen Theilausmachen, über alle Berechnung groß ist. Derwollene Reck, zum Beyspiel, der den Tagelöhner deckt,so grob und gemein er aussehen mag, ist doch das Pro-dukt der vereinigten Arbeit einer sehr großen Anzahlfleißiger Menschen. Der Schäfer, der, welcher dieWolle formte, der Wollkämmer , der Färber, derSpinner, der Weber, der Walkmüllcr, der Tuchsche-rer, diese alle mußten, mit vielen andern, ihre

B s Kunst.