?xxxv
seine vorige Heiterkeit wieder erhielt: so nahmen doch,von diesem Zeitpunkte an, seine Gesundheit und seineKräfte stufenweise ab: und sein eigner Tod folgtezwey Jahre auf den Tod seiner Cousine und acht Jah-re nach dem Tode seiner Mutter. Seine letzte Krank-heit , eine anhaltende Verstopfung der Eingeweide,war langwierig und schmerzhaft: aber er genoß dabe»alle Tröstungen, die ihm das zärtlichste Mitgefühl red-licher Freunde, und die stille Ergebung eines gesetztenund standhaften Geistes verschaffen konnte.
Wenige Tage vor seinem Tode, da er sein En-de herannahen sah, befahl er alle seine Handschriften,bis auf einige wenige Aufsätze, deren Herausgabe erder Sorgfalt seiner Testaments-Vollzieher überließ,zu vernichten; und sie wurden dem zu Folge auch alleverbrannt. Was der eigentliche Inhalt dieser Pa-piere war, ist selbst seinen vertrautesten Freunden nichtgenau bekannt. Aber wahrscheinlich bestannden siezum Theile aus den Vorlesungen über die Redekunst,die er im Jahre 1748 zu Edinburg und aus denenüber die natürliche Religion und das Naturrecht, dieer zu Glasgow gehalten hatte. Daß dieser für dieWistcnschaften unersetzlicher Verlust, zürn Theile auseiner übertriebnen Sorgfalt Smiths für seinen Nach-ruhm herkam: mag vielleicht wahr seyn. Aber irrAbsicht gewisser seiner Handschriften können wir mitGrunde höhere Bewegungsgründe vermuthen. Esgelingt selten, daß ein Philosoph, der sich von Ju-gend auf mit moralischen, oder politischer» Untersu-
i 4 chun-