LXXVtl
da jemand bey mir eingedrungen. Es war ein Ge-lehrter : und in unsrer Unterredung haben wir viele lit-terarische Gegenstände berührt. „Sie sagten mir„einmahl, daß Sie gerne zuweilen Neuigkeiten aus„der gelehrten Welt wissen möchten. Hier sind eini-„ge, die zu meiner Kenntniß gekommen sind. Ich„glaube, ich habe schon einmahl mit Ihnen über Hel-„vetius Buch cle l'ssprir geredet. Es ist werth, daß„Sie es lesen, nicht der Philosophie wegen, die darin„herrscht, denn diese schätze ich nicht sehr: sondern„des angenehmen Vertrags wegen. Ich habe vor„wenigen Tagen einen Brief vom Verfasser bekom-men, worin er mir schreibt: mein Nahme würde„noch weit öfter in seinem Buche vorkommen, wenn„der Pariser Censor nicht viele dieser Stellen gestri-chen hätte. — Voltaire hat neulich ein kleines Werk„unter dem Titel C^nclig«: oder l'Ogcimisms herausge-„geben." Ich will Ihnen den Inhalt davon erzäh-len. — Aber was geht alles dieß mein Buch an,werden Sie sagen. — Haben Sie Geduld, meinlieber Smith; — zeigen Sie sich auch hier als einenPhilosophen, — in der Praxis sowohl als in derTheorie. Denken Sie, wie übereilt, wie grundlos,und wie nichtöwürdig die Urtheile des großen Hau-fens sind, wie wenig sie durch vernünftige Gründe ge-leitet werden, selbst, wenn von den alltäglichsten Ge-genständen die Rede ist; wie viel weniger also bey phi-losophischen Materien, die die Fassungskraft der mei-sten übersteigen, aas dieselben zu achten sey,
—> reisn