Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
LXXVII
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da jemand bey mir eingedrungen. Es war ein Ge-lehrter : und in unsrer Unterredung haben wir viele lit-terarische Gegenstände berührt.Sie sagten mireinmahl, daß Sie gerne zuweilen Neuigkeiten ausder gelehrten Welt wissen möchten. Hier sind eini-ge, die zu meiner Kenntniß gekommen sind. Ichglaube, ich habe schon einmahl mit Ihnen über Hel-vetius Buch cle l'ssprir geredet. Es ist werth, daßSie es lesen, nicht der Philosophie wegen, die darinherrscht, denn diese schätze ich nicht sehr: sonderndes angenehmen Vertrags wegen. Ich habe vorwenigen Tagen einen Brief vom Verfasser bekom-men, worin er mir schreibt: mein Nahme würdenoch weit öfter in seinem Buche vorkommen, wennder Pariser Censor nicht viele dieser Stellen gestri-chen hätte. Voltaire hat neulich ein kleines Werkunter dem Titel C^nclig«: oder l'Ogcimisms herausge-geben." Ich will Ihnen den Inhalt davon erzäh-len. Aber was geht alles dieß mein Buch an,werden Sie sagen. Haben Sie Geduld, meinlieber Smith; zeigen Sie sich auch hier als einenPhilosophen, in der Praxis sowohl als in derTheorie. Denken Sie, wie übereilt, wie grundlos,und wie nichtöwürdig die Urtheile des großen Hau-fens sind, wie wenig sie durch vernünftige Gründe ge-leitet werden, selbst, wenn von den alltäglichsten Ge-genständen die Rede ist; wie viel weniger also bey phi-losophischen Materien, die die Fassungskraft der mei-sten übersteigen, aas dieselben zu achten sey,

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