Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
LXI
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'stimmt angeben, worin dieses Übrigbleibende be-»srche.«

Smiths Lehrsätze über die Natur der Tugend sindnur Entwickelungen seiner Grundsätze über den Ur-sprung der moralischen Billigung. Der Begriff derTugend, glaubt er, schließt immer den Begriff derSchicklichkeit der Gesinnungen und Leidenschaften zuihren jedesmahligen Gegenständen in sich; und dieseSchicklichkeit kann nach ihm nicht anders, als durchdie Sympathie oder die Theilnehmung »«parteyischerZuschauer erkannt werden. Aber diese Schicklichkeit,fährt er fort, die zumWesen der Tugend gehört, erschöpftnicht den Begriff derselben. Wohlthätige Handlun-gen haben noch eine andere Eigenschaft, vermöge wel-cher sie nicht nur als der Billigung, sondern als einerBelohnung würdig erscheinen; und sie erwecken einenweit hohem Grad von Achtung, der aus einer zwiefa-chen Sympathie entsteht, aus der Sympathie mitder Dankbarkeit dessen, der die Wohlthat empfangenhat, und aus der Sympathie mit den menschenfreund-lichen Gesinnungen des Wohlthäters. In dieser Rück-sicht, glaubt Smith, sey die Wohlthätigkeit eine Tu-gend höherer An, als Klugheit, Wachsamkeit,-ßigung, Sündhaftigkeit u. s. f. Tugenden, die zwarmit Beyfall angesehen werden, aber dem Menschendoch noch keine Art von Verdienste ertheilen. DieserUnterschied sey, glaubt er, von seinen Vorgängernunter den Moralisten, nicht genau gerrug bemerkt wor-den, von denen einige Grundsätze aufstellen, nach

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