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die einem andern wiederfahren waren, eine solche andem Beleidiger genommene Rache verabscheuet hat,und er hält seine Leidenschaft durch die aus jenen Er-innerungen abgezogne Regel im Zaume. Ware dieihm angethane Beleidigung der erste Fall gewesen,worin er einen Beleidiger und einen Beleidigten hättehandeln sehen: so würde er unfehlbar sein Gefühl zumMaßstab der Rcchtmäßigkeit gemacht, und die grau-same Bestrafung seines Beleidigers für schicklich undbeyfaliöwürdig gehalten haben. Diese Rücksicht nunauf solche, aus den Urtheilen über andrer Handlun-gen abgezogene Regeln ist das, was Smith Gefühlder Pflicht nennt.
Ich habe schon oben mit einem Worte angezeigt,daß Smith das Humesche Moralsystem, nach wel-chem der Nutzen der Handlungen ihren moralischenWerth bestimmt, nicht gänzlich verwirft. Er giebtzu, daß keine andern Eigenschaften der Seele tugend-haft genannt werden, als die, welche entweder denMenschen selbst, der sie hat, oder den andern, mitwelchen er in Verbindung steht, nützlich sind. Ernimmt an, daß das Wohlgefallen, welches wir in derTugend finden, durch die Wahrnehmung ihres Nu-tzens, oder, wie er nach seiner Theorie sich ausdrückt,durch die Sympathie mit der Glückseligkeit derer, aufwelche sich der wohlthätige Einfluß der Tugend er-streckt, erhöhet werde. Aber er leugnet dessen unge-achtet, daß Rücksicht auf den Nutzen der Tugend, dererste Grund der moralischen Billigung sey.
Seine