Er sucht nehmlich zu zeigen, daß selbst durch die Ab-weichungen von den Regeln der Sittlichkeit und derWahrheit, zu welchem die Natur den Saamen inuns gelegt hat, die Glückseligkeit und Vollkommen-,Heu unsrer Gattillig befördert werde. Der noch übri-ge Theil der Smithschen Theorie beschäftigt sich da-mit, zu zeigen, auf welche Weise das Gefühl vonPflicht entstehe, indem wir die Regeln unsrer Urtheileüber die Aufführung anderer auf unsere eigene anwen-den. Gleich beym Anfange dieser Untersuchung, derwichtigsten ohne Zweifel in seinem Werke, und zuwelcher alle bisher entwickelten Grundsätze nur dieVorbereitung ausmachen, stellt er in Absicht des Ur-theils, welches der Mensch über seinen, eigenen, mora-lischen Werth fällt, eine Thatsache auf, die. beymersten Anblicke seiner Theorie nicht, günstig zu seynscheint. Er gesteht nehmlich, zu:, daß weise und tu-gendhafte Menschen es sich nicht sowohl zum Zweckebey ihren Handlungen machen, den Beyfall andererMenschen zu erhalten, als ihn zu verdienen; und daßdie Selbstzufriedenheit, welche die Folge einer pflicht-rnäßigen Aufführung.ist, nicht sowohl aus dem Besitzder allgemeinen Achtung, als aus dem Bewußtseyn,dieser Achtung werth zu seyn, einstehe. Er behauptetaber zu gleicher Zeit, daß, oh gleich dieses Factumdas Daseyn eines ursprünglichen,, von allen Rück-sichten auf äußre Verhältnisse unabhängigen Principsder Moralität anzuzeigen scheine, doch jene Urtheileüber uns selbst immer eine geheime Beziehung auf die
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