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1 (1799)
Entstehung
Seite
LIV
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I.IV

glücklichen Erfolge beurtheilt, welches unstreitig oftgeschieht, so muß man von allen aus der menschlichenNatur gezognen Principien moralischer Billigung oderMißbilligung abweichen, was diese Principien auchimmer seyn mögen. Und daher haben auch die Mo-ralisten von jeher geklagt, daß Lob und Tadel, Be-lohnung und Strafe so selten von den Menschen nachden wahren Verhältnissen des Verdienstes und derSchuld ausgetheilt werden. Smith behandelt alsodiese Schwierigkeit, nicht als einen Einwurf gegenseine Theorie, sondern als eine Einwendung gegenalle moralischen Principien überhaupt. Und in derThat ist er der erste Philosoph, welcher diese Schwie-rigkeit in ihrem ganzen Umfange dargestellt hat; sowie in der Behandlung derselben, sein Scharfsinn undseine Gabe des Vertrags vorzüglich hervorleuchten.Ich halte diesen Theil seines Werks, da er von demihm eignen System völlig unabhängig ist, für densichersten und unbestrittensten Gewinn, den die mora-- lische Wissenschaft durch Smith erhalten hat. Esist nicht möglich, in einem Auszuge wie der gegen-wärtige, die Ideen Smiths über den genanntenPunkt auf eine gnugthuende Art aus einander zusetzen. Ich kann bloß anzeigen, daß sie in drey Ab-schnitte getheilt sind, zuerst über den Ursprung, dannüber die weite Ausdehnung, und endlich über denNutzen jener in der menschlichen Natur liegenden Un-regelmäßigkeit. Seine Bemerkungen über den letz-ten Punkt sind vorzüglich angenehm und lehrreich.

Er