Druckschrift 
1 (1799)
Entstehung
Seite
LIII
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Die entgegengesetzte Aufführung dessen, der,aus den gehörigen Bewegungsgründen eine großmü-thige Handlung gethan hat, erweckt auf gleiche Weissbey ihm selbst die entgegengesetzte Empfindung derSelbsibilligung, der Freude und der Hoffnung.

Die bisher angeführten Sätze enthalten dasWesentliche von Smiths Theorie "bcr den Ursprungunsrer moralischen Empfindungen, insofern wenig-stens, als sie sich auf die Aufführung andrer beziehen.Er gesteht indeß zu, daß die Urtheile, die wir über dieHandlungen der Menschen bey besondern Gelegenhei-ten fällen, nicht immer mit diesen Grundsätzen über-einstimmen , und daß sie oft durch ganz andre Be-trachtungen , als die der Schicklichkeit der zum Grun-de liegenden Gesinnungen, und der Nutzbarkeit derdadurch beabsichtigten Wirkungen bestimmt werden»Auch die bloß zufälligen guten oder bösen Folgen derHandlungen, die, da sie nicht in des Handelnden Ge-walt stehen, auch ihm weder zum Verdienst noch zurSchuld angerechnet werden können, haben doch aufjene Urtheile großen Einfluß» Sie veranlassen uns,theils die Klugheit des Handelnden zu schätzen oder inAnspruch zu nehmen, theils seine Absichten für ver-dienstlicher oder für verdächtig zu halten. Aber dieseAbweichung der menschlichen Urtheile von den allge-meinen Principien der Moral ist kein Emwurf gegendie Smithsche Theorie insbesondere. Sie trift jedesandere System auf gleiche Weise. Sobald man denWerth der Handlungen nach dem glücklichen oder un-

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