XL.VIH
ter, als im Unglücke ist, den Beyfall der Menschen zugewinnen. Aus eben diesem Princip leitet er den Ur-sprung des Ehrgeitzes, oder der Begierde her, überandre Menschen erhaben zu seyn. Dieß ist nehmlich,sagt er, die Lage, in welcher wir die allgemeinsts Auf-merksamkeit und Sympathie erregen, und die größteHerrschaft über die Gefühle andrer Menschen erhalten.
Nachdem Smith die Zergliederung unsrer Vor-stellungen von Schicklichkeit und Unschicklichkeit derHandlungen geendigt hat, geht er zur Untersuchungunsrer Begriffe von Verdienst und Schuld fort. Auchdiese, behauptet er, entspringen unmittelbar nicht auseiner an uns selbst, sondern aus einer an andern ge-machten Wahrnehmung. Und die Sympathie istnach ihm eben sowohl das Princip, nach welchem wirdem Handelnden Verdienst oder Schuld, als das,wonach wir der Handlung Schicklichkeit oder Unschick-lichkeit zuerkennen.
Die Wörter Schicklichkeit und Unschick-lichkeit zeigen in dieser Theorie, wie ich schon gesagthabe, die Beziehung einer Handlung auf ihre Ursa-che an. DieWörter, Verdienst und Schuld,bezeichnen, sagt Smith, das Verhältniß derselben zuihrer Wirkung. Wenn eine Gemüthsbeschaffen-heit darauf gerichtet ist, Wohlseyn hervorzubringen:so scheint uns der, welcher sre bey sich hegt, einerBelohnung, — wenn sie darauf gerichtet ist, Un-glück zu stiften, so scheint er Ms einer Straftwerth.
Dank-