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1 (1799)
Entstehung
Seite
XLIV
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XIUV

rungen von dem, was wir gewöhnlich zu empfindenpflegen, abziehen, berichtigt hier, so wie in vielenandern Fallen das Mangelhafte, welches unsrer ge-genwärtigen wirklichen Empfindung eigen ist."

Wenn also Smith, ein Gefühl oder eine Leiden-,schaff, deren Ausdruck wir in den Reden oder Hand-lungen eines Menschen sehen, schicklich nennt: so ver-sieht er darunter, daß sie mit dem Gegenstände , dersie erweckte, in gehörigem Verhältnisse stehen. Vondieser Schicklichkeit bey den Gefühlen andrer kann ich,sagt Smith-, nicht anders urtheilen, als nach derUebereinstimmung,, welche sie mit meinem eignen dannerregten Gefühle haben, wenn ich mich. in Gedankenrn ihre Lage versetze. Und die Wahrnehmung dieserUebereinstimmung ist der Grund der moralischenBilligung.

4. Ob wir gleich, wenn wir auf eines andernUmstände Achtung geben, und m Gedanken seine Lagezu der mistigen machen, natürlicher Weise Enrpfindun-gen in uns entstehen sehen, welche den ftinigen ähnlich,sind: so bleiben doch, diese unsre Mitgeffchls, dem.Grads nach, hinter den ursprünglichen Gefühlen deswirklich in dieser Lage sich befindenden sehr weit zurück.Um sich also das Vergnügen, welches aus der Ueber--,einstimmung der Gefühle für Menschen, die mit einan-der in Gesellschaft leben entsteht, zu verschaffen,lehrt die Natur selbst den, welcher bloß als Zlffchauecan eines andern Zustande Theil nimmt, nach einemso hohen Grade von Rührung zu streben, als er nur

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