XXXVL
Falsch unterscheidet? oder geschieht die Wahrneh-mung Desselben Durch eine eigne Art von Sinn, derdurch die eins Art menschlicher Beschaffenheiten Ver-gnügen, durch eine andere Unlust erhält ? Z w eyken 6.Was ist der eigentliche Gegenstand der moralischen Bil-ligung-. Welche Eigenschaft, oder welche Eigenschaf-ten gehören wesentlich zur Tugend, und sind allen ihrenArten gemeinschaftlich? Ist diese Eigenschaft Wohl-wollen, oder vernünftige Selbstliebe, oder eins Schick-lichkeit der Gemüthsbeschaffenheit zu den jedesmahligenUmständen, unter welchen der Mensch handeln soll ? DieBeantwortung dieser beyden Fragen scheint die ganzeTheorie der Moral zu erschöpfen. Der Zweck der einenist; den Ursprung unsrer moralischen Ideen ausfindigzu machen; der Zweck der andern, die verschiedenenErscheinungen in der moralischen Welt auf einfacheund allgemeine Gesetze zurück zu führen.
Der zweyte, der praktische Theil der Moral,enthält alle diejenigen Regeln, welche bey den ver-schiednen Arten menschlicher Handlungen, die End-zwecke, die man sich dabey vorsehen soll, und die,Mittel, durch welche sich diese Endzwecke -erreichenlassen-; angeben. Zu demselben gehören auch nochalle diejenigen Aufsätze, welche bestimmt sind die sitt-lich guten Anlagen des Menschen., durch eine LebhafteSchilderung , der Schönheit, der Würde -und des. Nutzens der Tugend, zu beleben.
Ich will jetzt nicht untersuchen, ob diese Einthei-lung der.moralischen Wissenschaft die vollkommenste
ist.