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ist. Ich merke bloß an, daß bey derselben, die bey-den Wörter, Theorie und Praxis in einem gan; an-dern als dem gewöhnlichen Sinne gebraucht werden.Zum Beyspiele ist das Verhältniß zwischen dem theo-retischen und praktischen Theile der Mathematik, gan;ein anderes, als das zwischen Theorie und Praxis inder Moral, In der Geometrie sind alle prakti sche Re-geln auf die vorher feststehenden theoretischen Lehrsätzegebanet. In der Moral sind die praktischen Regeln einWerk der Erfahrung, und auch den gemeinsten Fähig-keiten einleuchtend: die theoretischen Grundsätze ma-chen auch für die geübtesten Denker, einen der schwer-sten Gegenstände metaphysischer Untersuchung aus.
Die praktischen Regeln der Moral scheinen dieAlten, (wenn wir von einigen unglücklichen Vorur-theilen absehen, welche Folgen des allgemein herrschen-den , gewaltthätigen undgegen gewisse Menschenclassenunterdrückenden Regierungssysiems waren) schon sovollkommen eingesehen , und so deutlich erklärt zu ha-ben, als es nur dem Menschen überhaupt möglich ist.Daher auch in neuern Zeiten diejenigen Schriftstellerdiesen Zweig der Moral am glücklichsten bearbeitet ha-ben, welche am genauesten in die Fußstapsen derGriechischen und Römischen Schriftsteller getretensind. Die theoretische Frage, über das Wesen derTugend, oder über den eigenlichen G eg e n st a n d dermoralischen Billigung war eine Lieblingsuntersuchungder alten philosophischen Schulen. Die zweyte aber,über das Princip dieser Billigung ist, wenn auch
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