XXIX
länglich ist, die ehemahls so geschätzte Kunst der Syl-lvgisiik kennen zu lernen, ein System der Redekunstund der schonen Wissenschaften. Er glaubte, daßman den nützlichsten Theil der Metaphysik, die Lehrevon den verschiedenen Kräften und Fähigkeiten desmenschlichen Geistes, nicht besser studiren könne, alsindem man die verschiedenen Arten seine Gedankendurch die Rede mitzutheilen untersuche; und von denverschiednen Gattungen litterarischer Producte, welcheLurch jene Fähigkeiten hervorgebracht werden, dieRegeln und Grundsätze erforsche. Durch jene Rede-künste wird alles, was wir denken und fühlen, kurzjede Operation unsers Geistes auf diejenige Weiftausgedrückt, die zu einer deutlichen Vorstellung und zneiner langen Erinnerung derselben am schicklichsten ist.Worzu noch kömmt, daß kein Zweig der Philosophi-schen Wissenschaften der das Gebieth derselben zuerst-betretenden Jugend angemessener ist, als dieser, wel-cher nächst ihrem Verstände auch ihre Einbildungs-kraft und ihre Empfindsamkeit zugleich beschäftigt."
Es ist sehr zu bedauern, daß die HandschriftSmiths, welche diese Vorlesungen enthielt, vor sei-nem Tode vernichtet worden ist. Der erste Theil der-selben war, im Vortrage und Styl mit größterSorgfalt ausgearbeitet und das Ganze hatte alle Kenn-zeichen eines geläuterten Geschmacks und einer origi-nellen Denkkraft. Da Smith seinen Zuhörern er-laubte, diese seine Vorlesungen nachzuschreiben, sosind viele der darin enchaltnen Meinungen und Be-