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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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es vielleicht nur darum zu thun, sich nicht von andern Mit-bürgern zu unterscheiden. Viele gehen dahin mit Anstand undfrommer Geberde, aber mit leichtsinnigem Sinn, als übten sieetwas Ueberflüssiges. Viele, welche aus Stolz auf höhere Bildungund Aufklärung die zarten Gefühle des Herzens erstickt haben,setzen sogar in unsern Tagen einen Werth darauf, nicht zu denBekcnnern Jesu zu gehören.

Woher diese Erschlaffung, diese empörende Kälte der Men-schen gegen das Göttliche? Mit Stolz eilet ihr zu den Gast-mählern der Könige und Fürsten, die Staub und elende Sterb-liche sind, wie ihr seid; und zum Gedächtnis - und BundesmahlJesu gehet ihr mit Verlegenheit und Gleichgültigkeit? Das An-denken eurer verdienten Vorfahren begehet ihr mit Begeisterung;aber das Andenken dessen, durch welchen ihr Seligkeit erworbenhabet, durch welchen ihr edlere, gesittetere, aufgeklärtere Men-schen geworden seid oder werden könntet, feiert ihr mit Nach-lässigkeit und Verachtung? Den Staub wisset ihr zu vergöttern,aber das Himmlische ist euch Staub?

Nein, meine Seele, so lange dir noch Reinheit des Sinnes,so lange dir noch Gottes Wort, Gottheit und das Ewige Heilig-thümcr heißen, werde dir das Feiern des Nachtmahls, das Wieder-erneuern des Bundes mit Jesu niemals gering! Niemals nahedich dem Altar, wohin vor dir mit frommem Gemüthe schondeine Vorältern wallten, begleitet von den heiligen Gesängen derChristenheit, und wohin nach Vir einst, wenn du schon Staubsein wirst, noch unter mancherlei Schicksalen ihres Lebens deineNachkommen, deine Kinder, deine Enkel wallen werden,niemals nahe dich dem Altar zur Feier des Andenkens und Welt-rrlösertodes Jesu, ohne dein Gemüth würdig vorbereitet zuhaben; niemals'ohne das zarte Gefühl inniger Dankbarkeit undEhrfurcht; niemals ohne Andacht und Erhebung des Herzens!

Suchst du Vergebung der Sünden und Frieden in Gott:gehe hin und heilige deine Seele in dem Andenken der HeiligkeitJesu! Dir sind die Sünden vergeben, die du beweinst, und dieSchulden sind abgebüßt, die du nie wieder begehest ! Nicht derbloße Gebrauch des heiligen Abendmahls heiligt dich, sondern