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S e l b ft v> r ft o ck u n g.
Ap. Ge sch. 28, 26. 27.
Des Lasters Bahn ist anfangs »warEin breiter Weg durch Auen;
Allein sein Fortgang wird Gefahr,
Sein Ende Nacht und Grauen.
Der Tugen) Pfad ist anfangs steil,
Läßt nichts als Mühe blicken;
Doch weiter führt er fort zum HeilUnd endlich zum Entzücke».
(Aeit beinahe zwei Jahrtausenden besteht die Lehre Jesu. Siewird in allen Welttheilen gepredigt, am lautesten unter uns»In diesem Glauben lebten unsere Väter. Sie starben in dem-selben. Und seit beinahe zwei Jahrtausenden hat eine großeErfahrung Bürgschaft für die Wohlthätigkeit des christlichenGlaubens geleistet. Alle Völker, die ihn ergriffen, wurden edler,weiser, glücklicher; wilde Nationen gesitteter und menschlicher.Noch heute sind die Staaten der Christenheit diejenigen, in welchenGewerbe, Künste und Wissenschaften am schönsten blühen, dieFreiheiten des Volkes am meisten geehrt, die Besitzungen undRechte jedes einzelnen Einwohners gegen alle Gewalt der Großenund Mächtigen am geschütztesten sind. In den Ländern, die vonJesu Religion noch nicht erleuchtet wurden, herrscht dagegenWillkür der Grausamkeit, Knechtschaft, Unwissenheit. Imtürkischen Reiche erblickt nian noch die Barbarei der Vorwelt:Druck, Härte, Rohheit; unter den Heiden Wildheit; unter denzerstreuten Juden, wiewohl sie mitten unter den Christen leben,und aus ihren Beispielen lernen könnten, fast aller Orten knech-tischen niedrigen Sinn, große Unwissenheit, Abneigung gegenArbeit, Reinlichkeit und Sittenverbesserung. Was könnte über-zeugender vom Werth des Christenthums sprechen, als dieseErfahrung, welche vor aller Augen liegt? was überzeugenderbeweisen, daß nur die himmlische Tugend und Heilslehre JesuChristi der wahre Grundstein der Volker-Glückseligkeit sei? Denn