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folgt, welche die Freude einer guten That immer wieder mit zwerunwürdigen Handlungen auslöschcn.
Diese Schlaffheit, diese Unbeständigkeit der Christen in ihremChristensinne, ist gewissermaßen der herrschende Fehler unserSgegenwärtigen Zeitalters. Festigkeit in der Denkart mangelt fastüberall; Weichlichkeit, flatterhaftes Bessern, Unentschlossenheit,Bewundern und Preisen, aber nicht Selbstthun des Guten,Allen gefallen zu wollen, ohne sich selbst achten zu können: diesist das gemeinste Uebel. Wie es den einzelnen Menschen anSelbstständigkeit, an Beharrlichkeit in Vorsatz und Denkartgebricht, so fehlen diese rühmlichen Eigenschaften auch denVölkern. Daher das traurige allgemeine Verderben, unterwelchem wir seufzen, daher der Untergang so vieler ehrwürdigenund wohlthätigen Einrichtungen der Vorwelt; daher so wenigVertrauen und Zu»ersicht des Menschen auf das Menschenherzund Menschenwort; daher so wenig Glauben an Tugend, unddas übermäßige Lobpreisen von Handlungen, die sich nur etwasüber das Gemeine erheben.
Woher nun dieser Mangel an Standhaftigkeit und gerechtemLebenswandel? Woher dieser Grundfebler, der unfern ganzenWerth vernichtet, unsere ganze Religiosität zum Spiel der U,mstände macht, und uns zu einem schwankenden Rohr, das sichnach der Richtung jedes Windes bewegt?
Ost und nicht selten am meisten entstammt er schon unsererErziehung in jüngern Jahren, wo wir uns entwederzu sehr selbst überlassen gewesen sind, oder von denen, die unserzogen, verzärtelt wurden. Ich meine nicht jene Verzärtelungin Kleidern, iin Essen und Trinken, in Verweichlichung unsersLeibes, wiewohl auch diese unfern Geist allerdings zu Leibeigenender thierischcn Sinnlichkeit macht — sondern die Verzärtelungunsers Willens, welche noch viel größere Uebel bewirkt. DerWille aber wird verzärtelt, wenn die Jugend nicht sttion fruffangehalten wird, mit Ernst und Festigkeit das zu wollen, wassie für gerecht, wahr und gut hält; wenn sie nicht früh angchalcenwird, Alles zu thun, was Pflicht ist, und dann um so lieber,je mehr Anstrengung und Selbstüberwindung es kostet; wenn
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