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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
309
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an das Geschlecht, zu dem ich gehöre. Vieles darin ist uns mitden längst verschwundenen Zeiten dunkel geworden; selbst dieSprachen, in welchen jene Bücher verfaßt sind, werden nichtmehr von lebenden Völkern geredet. Und doch klärt sich selbstin unfern Zeiten durch das anhaltende Forschen der Weisen,durch die Untersuchungen von Reisenden in entfernten Gegenden,durch Prüfung der alten Geschichten und Sagen anderer Völker,durch die Vervollkommnung der Erkenntniß und Wissenschaftüberhaupt- manches Dunkel der Vorzeit wunderbar auf, undbestätigt sich Vieles, was aus Unwissenheit vorher der Zweifelverdächtig gemacht oder verworfen hat.

Es ist die Lehre der heiligen Schrift, daß in denersten Zeiten der Schöpfung der Mensch herrlicherund besser gewesen sei. Er war geschaffen nach dem gött-lichen Ebenbilde. Er wohnte in einer anmuthigen Gegend, Edengeheißen, deren Fruchtbarkeit Alles hervorbrachte, was zu seinenBedürfnissen vonnöthen war. Allein das Paradies ging ver-loren, und die ganze Erde verlor ihre Gestalt. Wie sie, sohaben sich die Menschen verwandelt.

Mit diesen Zeugnissen der heiligen Schrift stimmt seltsamüberein die aufbewahrte Sage der ältesten Völker des Morgen-landes. Ja wir haben in neuesten Zeiten auffallende Spurengefunden, daß vor undenklichen Weltaltern auf dem Erdball einimmerwährender Sommer und Frühling geherrscht haben müsse;wir haben Beweise und Spuren gefunden von Berechnungenuralter Völker über den Lauf der Erde und ihren Stand zurSonne, der ehemals offenbar anders gewesen ist, als in unfernTagen. Selbst die Beobachtungen unserer heutigen Himmels-beobachter bestätigen es, daß, so wie die Sonne jetzt in schieferRichtung von mittäglicher nach mitternächtlicher Weltgegend, undso wieder von der mitternächtlichen zur mittäglichen zurück, alleJahre einmal geht (oder vielmehr zu gehen scheint), wodurch ebendie Verschiedenheit der Länge in den Tagen und Nächten, so wiedie Abwechselung der Jahreszeiten entsteht die Sonne ehemalsin genauer Mittellinie, gleich weit von der mittäglichen und mitter-nächtlichen Gegend, gelaufen sein müsse. Noch gegenwärtig ändert