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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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ZZ.

Es ist nicht schwer, ein Christ zu sein.

Matth, il, 30 .

Christus, Deine GotteSlicbeBringt den Segen in das Her;;

Christus, Leine MenschenliebeMacht zur Seligkeit den Schmerz!

Zeder Schmerz, für Dich glitten.

Wird ein Himmel. Jeder Streit,

Bis zum Siegen fortgeschritten,

Ist ein Quell von Herrlichkeit.

vielerlei Vorsätze zum Guten keimen in der Brust desMenschen auf und welken, che sie Frucht tragen. Es gibtStunden, in welchen man für irgend eine schöne That, fürirgend eine edle Denkart aufs höchste begeistert ist. Man schwörtes sich selbst, solche Thaten zu üben, solche Denkart zu nährenrmd wenige Tage nachher ist der gute Wille und die Empfindungverflogen, aus der er entsprang. Dann seufzt wohl MancherLei sich leise:Den Willen habe ich, aber das Vollbringen istschwer!" Oder, wie sich Paulus ausdrückt:Der Geist istwillig, aber das Fleisch ist schwach. Es ist wahrlich schwer,rin wahrer Christ zu sein."

Aber man muß nicht vergessen, daß das ächte Christenthumund die Neigung zu schönen, tugendhaften Handlungen nicht dieKloße Folge von raschen Begeisterungen sei, auch nicht immervon lebhaften Gefühlen und Rührungen begleitet sein könne.Dergleichen aufwallende Gefühle sind zwar schön, aber ihrerMatur nach sehr vergänglich. Man muß auch nicht glauben.Laß man, um ein wahrer Christ zu sein, unaufhörlich im bürger-lichen Geschäftsleben nur an das Heiligste und an nichts AnderesDenken müsse, oder daß man, man thue, was man wolle, beiallen Dingen Gott und Frömmigkeit, oder wohl gar Gebete undbiblische Sprüche im Herzen oder im Munde bereit haben müsse;nein! Der Mensch hat zu vielerlei Verhältnisse, die ihn zer-streuen, und doch nur eine einzige Seele. Er muß dem, wassr unternimmt und thut, jedesmal seine ganze Kraft weihen,