nur der ist Gott angenehm; nur der ist ein wahrer NachfolgerZesu; nur der gehört zu seinem Reiche; nur der hat Theil anfeinem Blute. Das Blut Jesu, sein Wort, welches er uns ge-lehrt hat, sind in der heiligen Schrift oft gleichbedeutend. Einsdienet oft bildlich, um das Andere zu bezeichnen. Und oft wieder-holt eS unser Heiland, daß nichts uns Gott wohlgefällig machenkönne, als wenn wir den heiligen Willen Gottes in einem from-men, tugendhaften und gerechten Lebenswandel ausi>ben.
Vater der Erbarmung! ja, Du verzeihst. Du zürnest nichtauf uns; wir selbst zürnen uns mit unfern Sünden ! D u strafestnicht; wir selbst strafen uns mit unfern Sünden! Ach, wieunwürdig, o Allgegenwärtiger, stehe ich vor Deinem heiligenWesen! Und doch darf ich's wagen, und Dich Vater, lieberVater nennen. Meine Sünden und Vergehungen sind groß;aber Deine Gnade ist unendlich größer, und Deine Barm-herzigkeit findet keine Grenzen. So oft ich Dein vergessenhatte, Du vergaßest meiner nicht. So unwerth ich DeinerHuld war, Du überhäuftest mich dennoch täglich mit BeweisenDeiner Vatergüte und Fürsorge. Du gabst voller Langmmhmir eine Frist um die andere, daß ich mich ändern und bessernmöchte, um ein würdiger Genosse des ewigen Lebens werden zukönnen. Du gabst mir Alhem, Leben, Kraft bis zum jetzigenAugenblick, daß ich noch jetzt ernsthaft in mich gehen und jedenmir anklebcnden Fehler vertilgen könne.
Reuevoll über die Mängel meines bisherigen Lebenswandelsnahe ich mich Dir, Erbarmer, wieder durch Deinen Sohn,Jesum Christum. Reuevoll erneuere ich meine oft gebrochenenGelübde, ein liebevolles, gerechtes, menschenfreundliches Lebenvor Dir zu führen. O gedenke nicht meiner Missethat; gießeFrieden und Trost in mein Herz, daß ich den heitern Glaubenan Deine Vaterhuld nie verliere. Und vergib uns unsere Schuld,wie auch wir vergeben unfern Schuldigern!