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Och selbst im Streit, —er verwundet sich selbst — er ist Mörderseines Friedens, seines Daseins.
Diese einfachen Wahrheiten, deren Heiligkeit uns unser ganzesLeben, das Schicksal aller Menschen, die Religion Jesu Christi,die Einsicht unserer Vernunft, der erste gesetzmäßige Gang derSchöpfung verkünden — diese einfachen Wahrheiten pflegen vieleMenschen erst dann zu erkennen, wenn sie mit blutendem, zer-bissenem Herzen unter ihren tausend vernichteten Wünschen da-gegen, und in schmerzlichen Erfahrungen sich überzeugt haben.Laß keine dauerhafte Freude sei, als in Seelenzröße, kein Heil,«ls Ln der Einigkeit mit Gott.
Aber dann ist meistens der wichtigste Theil des Lebens schonLerstrichcn, der größte Theil der uns gegebenen Frist verloren,Ln welcher wir Vollendung erringen sollten, um, wie Jesus sagt,Dollkommen zu werden, wie unser Vater im Himmel vollkommenLst. Verschwendet haben wir den Reichthum des Lebens fürStillung kindlicher Leidenschaften, und die Neige desselben brin-gen wir Gott dar. — Wir schließen erst Frieden mit dem Aller-Heiligsten, wenn wir unsere Ohnmacht erkennen, und daß wirNicht allmächtiger sind, als der Allmächtige. — Dann befallenScham, Verdruß und Reue die verzagende Seele; dann zittertsie vor Zukunft und Gericht: dann ruft sie um Gnade, was ihrernst thöricht schien, und fleht um einen Lohn, den sie nicht ver-dienen konnte.
Nicht selten ist dumpfes Verzweifeln, unüberwindliche Nieder-geschlagenheit des Gemüths die Frucht vieljährigen Leichtsinns,nnd der Mangel der Religion, wie er sich in einem ganzen sünd-Achen Leben offenbart hatte, thut sich selbst noch in den düsternStunden der Reue kund. Denn wie tief auch der Mensch ge-funken ist, nie darf er an Gott verzweifeln; und selbst in derLetzten Stunde, wenn er an Allein die Hoffnung verliert, soll erOe an Gott nicht einbüßen. Hat er noch Kraft, den verdorbenenSinn zu ändern, sein Herz durch Thaten zu heiligen, wie JesusAe lehrte und übte, so ist ihm geholfen. Und aller seinerSünden, die er gethan hat, soll nicht gedacht wer-sen, denn er thut nun, was recht und gut ist, darum
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