lohnend den Tugenden und anhaltenden Anstrengungen des bessernKindes verheißen hat.
So sieht man von der einen Seite den Menschen Religion,Vernunft, Gott und Ewigkeit verspotten; Pflichten, Grundsätze,Gewissen aufopfern für den Genuß seines Stolzes, für Reich«ryum, Wollust, Macht und Ansehen; — dann plötzlich, die Eitel«fest der Dinge verschmähend, von Kirche zu Kirche laufen, beten,seufzen, frömmeln und nach dem Himmel schmachten. Hier istkeine Weisheit — hier ist nicht Christi Eig.enthum!
Dieser schwankende und in beiderlei Hinsichten den Menschenentehrende Zustand ist eine Folge der Trostlosigkeit, in welcherichn endlich Alles läßt, was ihn hienieden auf Unkosten seinesLügendgefühls ergötzt. Denn ohne volle Harmonie des Gemüthsrnit sich selbst und der Gottheit läßt alle seine äußere Thätigkeit,AlleS, wonach er außer sich strebt. Alles, was er erringt, dochzuletzt eine Leere in ihm zurück, die nichts auefüllt. Er fühltLies, und daher kann er zu keinem Ruhepunkt kommen, zu keinemGleichgewicht. Es hat noch keinen Ehrgeizigen gegeben, der aufSem Gipfel menschlicher Hoheit lebenslängliche Zufriedenheit ge«fanden hätte; es hat noch keinen Habsüchtigen gegeben, der,wenn er, der Armuth entrissen, nun zwischen aufgehäuftenSchätzen in Pracht und Fülle leben konnte, empfunden hätte:fetzt habe ich, was ich will — ich bin nun vollkommen selig,ich Verlange nun nichts rn-ehr. — Tausende erreichten ihreerwünschten Ziele nicht, verloren ihr Leben zwischen immerLänschrnden Erwartungen, und waren unglücklich. TausendAndere erreichten ihr Ziel, und wenn sie siegend und selig da«Athen zu können hofften, fanden sie sich nur von neuen trüglichen-Hoffnungen des Bessern umringt, oder von alten Hoffnungengetäuscht. Sic glichen mit ihrer vermeinten Weisheit dem Kinde,welches, begeistert von der Pracht des entfernten Regenbogcns,der schimmernden Farbenmcnge zueilt, und am Ende in einerSden Regenwolke steht.
Umsonst ruft ihnen der Mund der Weisheit zu: Werdet einigrnit euch selbst, mit der Natur, mir Gott! — Sie sagten vor««chm lächelnd: Es ist Prieffergeschwätz von Amtswegen! — U>n«