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Gott, welcher Rausch, welch süßer Traum.'
Wann war ich Christ? — Ach! Mensch oft kaum;
Fern, mich und Dich zil kennen;
War Lastcrsklav! — In meiner Brust,
Wie schlich, wie tobte manche Lust,
Die ich mir kaum darf nennen!
Ach, weint' ich Thrünenflutben — weint'
8ch Blut, — ich war, o Gott! Dein Feind.
Und wärest Du nie Rächer,
Ich, ach! ich war doch klein genug,
Dem Gott zu trotzen, der mich trug:
War frevelnder Verbrecher.
Mein ganzes Herz schämt stch vor Dir;
Vor Deinen Engeln und vor mir;
Wie war ich tsdt und Sünder!
Beim Aufruhr meiner Leidenschaft,
Gott, wie verließ mich alle Kraft,
Mich schwächstes Deiner Kinder!
E6enn ich im Schoose der stillen Natur wohne; die EinfaltMd Ordnung und Regelmäßigkeit des großen Ganges der Welterblicke; die Reinheit und Klarheit und Zweckmäßigkeit dessen sehe,was unmittelbar durch Gottes Macht hervorgegangen ist: —rmd werfe dann einen Blick in mein eigenes Herz — in das
iinstere, tiefbewegte, leidenschaftlich heftige Herz --welch
«ne Verschiedenheit! — Welche Heiterkeit und Ruhe in derNatur, aber welche Dunkelheit und Unruhe in meiner Brust!Welcher Frieden, welche Harmonie dort in allen Dingen, undwelche Zwietracht in meinen eigenen Wünschen, in allen meinenGefühlen! — Wie milde und wohlthätig Alles dort, und wiezerstörend, zwecklos und unfreundlich ist's in mir! — Wie be-harrlich, unveränderlich geht dort Alles seit Jahrtausenden, seitEwigkeiten seine Bahn hin; — wie ungleich hingegen bin ichMir selbst von einer Stunde zur andern; wie abweichend, oftWidersprechend bin ich in meinen Entschlüssen und Meinungen!—Dort waltet das Vollkommene: in mir das Unvollkommene