Licht der Erlösung leuchtete ihm nie, weil er die MittelKraA.floh, und sein Heil in Uebertreibung suchte.
Hab' ich nicht wohl auch schon mehrmals unrechtmäßigeMittel zu meiner Rettung gewählt? Und welches waren dLFolgen? Gerettet war ich nicht. Nur zu oft brachten mich di«falschen Mittel in noch quälendere Verlegenheiten. — Machten-sie mich weiser?
O Gott, erleuchte du mich, daß ich nicht irre, und meimUnglück vermehre, indem ich es vermindern möchte! Um Erleuchttung flehe ich? Wie? gabst du mir nicht schon die Leuchteedurch des Lebens Nacht? Bedarf es für mich noch mehrere^,als mir Deine Vatergüte schon verliehen hat? Gabst Du mirnicht Verstand, daß er prüfe, ehe ich ein RettungsmttMwähle, wohin mich dieses zuletzt führen müsse? Bedenke dasEnde!—Gabst Du mir nicht ein Gewissen, welches mirsagt, ehe ich den Entschluß vollziehe, ob es auch recht gethan sei?.Unrecht will nie gedeihen — Gabst Du mir nicht dasEvangelium, den Jesusglauben, der zu mir sprach: Handle-in allen Dingen nur aus Liebe zu Gott und Menschen, so kannst:du nicht fehlgehen!— Ein Jeglicher sei gesinnet, wikJesus Christus auch war. (Phil. 2, 15.)
Und ich will, o Jesus, gesinnet sein, wie Du warst. Nichtretten will ich mich, wie Petrus Rettung suchte; nicht rettemmich, wie Judas der Verräther sich zu retten suchte, als er mESelbstmord seine irdischen Tage endete, und vergebens hoffte^mit einem neuen Vergehen das alte zu bessern. Ich will stand'Haft dulden, leiden, glauben, lieben, wie Du, mein Heiland xund lieber elend sein, als durch falsche Hilfsmittel falsche Ret-tung finden, welche mich nur zu bald verläßt. Ich will Wahrheit,und dauerhafte Seelenruhe, nicht Täuschung meiner selbst unkScheinglück! Amen.