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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
252
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wir nicht den allernächsten Augenblick mehr erleben können?Warum den verläugnen, der sich uns in der Pracht des ganzenWeltalls, m den Geschenken der Natur, in den traurigstenunserer Leidenstage offenbart, und von dem das Gewissen ewigin uns Zeugniß gibt?

Kehre um, reuig, wie Paulus, als ihm die Warnerstimmeerklungen war, und werde, wie er, aus dem Verfolger Jesusein treuester Zeuge und Anhänger, sein lebendiges Nachbild inGedanken, Reden und Thaten. Selbst diese Stunde, selbst dieseBetrachtung, in der du versunken bist, o mein Geist, ist ein RufGottes an dich: Auch du auch du! warum denn verfolgestdu mich?

Nein, nein, o mein Heiland, o mein Leben, ich will nichtin der Schaar Deiner Verfolger stehen. Nein, nein, ich will esnicht vergessen, daß jedes Uebel, welches ich Andern zufüge, ichDeinen Brüdern, ich Dir selbst zugefügt habe; nicht vergessen,daß das Gute, welches ich in Vermehrung fremder Glückseligkeitstiftete, Du annimmst, als hätte ich es Dir selber erwiesen.

O wie oft, mein Gott, mein Vater in der Höhe, habe ichvon Dir gelassen, und mich zu der Sünde hingewandt! Duschontest meiner, Du erbarmtest Dich meiner, und doch vergaßich Dich, verließ ich Dich wieder. O sei mir gnädig; gedenkenicht meiner Schuld; vergib mir, Erbarmer, und nimm DeinKind wieder auf. Im Geiste liege ich vor Deinem erhabenenThron, und weine um meine Sünden. Aber auch die heißesteThräne wäscht die Flecken meiner Seele nicht ab. Die ver-gangenen Tage meines Lebens stehen vor Dir, und klagen michan. O vergib, vergib! Ich will streben, daß von nun an diekünftigen mich segnen; daß ich mit zufriedenem, getrostem Muthezu Dir aufblicken darf und sprechen: Abba, lieber Vater imHimmel.