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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
220
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<age, der wichtigsten Ereignisse genug in ihren Familienkreisen;aber sv lief in den Schlamm des Alltagslebens und der Sinnlich»Zkeit ist ein großer Theil der Menschheit versunken, daß man ohneAndacht dazu tritt, die Verehrung des höchsten Wesens als Neben»fache ansteht, und nur nach der Lustbarkeit lechzt.

Ihrer Viele finden die religiösen Feierlichkeiten bei bürger-lichen Festen sehr überflüssig, und verachten sie, als ein steifeslangweiliges Zeremonie!, dessen man sich entschlagen sollte.Andere gestatten dieselben allenfalls noch etwa, wie sie vornehmmeinen, um des Pöbels willen, oder um der alten Form willen,oder weil man doch der Kurzweil wegen noch seinen müßigenWitz daran üben könne.

Weit entfernt, die Geistesbeschränktheit und Herzlosigkeitdieser Verächter hochwürdiger und gemütherhebender Handlungenzu verdammen, kann man nur ihre Kurzsicht und Armuth edlererGefühle beklagen. Ihrer nicht Wenige sind theils durch den Leicht-sinn ihrer eigenen Aeltern und Erzieher auf einen falschen Ge-sichtspunkt gerathen, aus welchem sie den Gegenstand im falschenLicht erblickten; Andere haben sich durch Lesung von seichtenSchriften verführen lassen; Andere, mit halben Kennnissen,unreifen Einsichten und mangelhafter Menschenkunde, lassen sichdeigehen, selbst eigene Urtheile glänzen zu lassen, und sich großzu dünken, wenn sie über das Göttliche sogar einen faden Einfallzu Tage bringen können.

Wozu dient aber, daß feierliche Handlungen des Lebens aufcine religiöse Art begangen werden? Wahrlich nicht, umihnen mehr alterthümliches Ansehen zu geben, ihnen durch Ver-mehrung tovter Formen ,nchr äußere Würde zu verleihen. O ihrKinder des Staubes, wenn ihr spielen wollet, mißbrauchet nieDas Heiligste und Höchste, was das Weltall hat, zu euerm Tand!ünd ist es auf bloße Ergötzlichkeit, auf Schmausereien und Tänzeabgesehen, wozu wollet ihr die göttlichsten Gefühle des Herzensin Anspruch nehmen?

Aber du, dem der Werth einer religiösen Weihe bürgerlicherFeste spottwürdig und entbehrlich scheint, und fragst: worinZarin er bestehen? ich frage auch dich hinwieder: welchen