lieber den Werth religiöser Feierlichkeitenim bürgerlichen und häuslichen Leben.
Psalm 100/ t—s.
Uns strahlt das Licht dcr Ewigkeit/
Uns strahlet Gottes Lich^,
Das durch die bange Nacht der ZeitHöchst herrlich stegrcich bricht.
Religion geht uns voran/
Beleuchtet unfern Pfad/
Und macht glückselig Jedermann/
- Der ste zum Leitstern hat.
Des Lebens beste Lust ist Müh /
Der Erde Gold ist Staub;
WaS noch so herrlich blühet hi«/
Wird eines Grabes Raub.
Religion allein verklärtDas Irdische mit Glanz;
Sie gibt dem Staube hoher» Werth/
Der Freude erst den Kranz.
Um Erd' und Himmel knüpfet sieEin wundervolles Band;
Ein Eden blüht durch ste uns hie /
Und dort ein Vaterland.
(Achon in den Urzeiten der Menschheit war es, selbst bei rohen.,unwissenden Völkern, ein ehrwürdiger Brauch, daß ste ihrewichtigsten Unternehmungen mit irgend einer gottesdienstlichenFeierlichkeit begannen und endeten, und selbst keinen allgemeine!?Freudentag begehen mochten, ohne vorangehende Verehrung deshöchsten Wesens. Aller Anfang mit Gott! sagt das edleSprichwort der Völker früher und später Zeiten.
Es loderten von den Altären dem höchsten Wesen Opfer-stammen. Noah, nach den Schrecken der Sündfluth, versam-melte die wenigen Geretteten um sich, und die erste Thal auf dcraufgetrockneten Erde war ein feierlicher Dank, dem Erbarmerdargebracht. Moses und Aron erhoben durch mancherlei gottes-dienstliche Feste den in der ägyptischen Sklaverei niedergedrücktenGeist Israels wieder zu seiner Kraft und Würde. David sang