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Schweigt, Verächter, schmähet nicht,Schändet nicht, was ich verehre!
Meiner Seele Zuversicht,
Meine Freud' ist Jesu Lehre!
Und was euer kühner SpottStolz belächelt, ist von Gott.
Sie verdrängen könnt ihr nicht,
Nie verdunkeln ihre Klarheit.
War ist Wahrheit? Ist sie nichtHeiligthum, nicht Gottes Wahrheit,
Deren Glan; die finstre Welt,
Daß sie sehen lern', erhellt?
Es ist einer von jenen fast unerklärlichen Widersprüchen in deSMenschen Natur, daß er dasjenige, was er an Andern ammeisten haßt, nicht selbst von sich ablegen will; und was er anAndern liebt oder bewundert, seiner Denkungs- und Handlungs-art nicht zuzueignen Mulh hat.
Schon in den Spielen der Kinder suchen wir an ihnen einebestimmte Neigung zu erkennen. Wir freuen uns schon, ausihren ersten Geistesäußernngen ihre künftige Denkart, aus ihrenersten Lieblingsbeschäftigungen ihren künftigen Beruf zu ent-rätbseln. — Kinder, welche sich ohne alle Selbstthätigkeit, ohneLebendigkeit des Gemüthes zeigen, denen Alles gleichgültig ist,Alles einerlei, die sich weder durch eine gewisse Vorliebe oderAbneigung für oder wider etwas erklären, erregen auch unsereTheilnahme weniger.
Was Jemand, und wie Jemand auch sei, wir können unsnicht enthalten, Demjenigen Achtung zu zollen, der in seinerArt immer das ganz ist, was er sein will. Sogar der Misse-thäter, welcher in dem, was er that, eine gewisse Stärke desGemüths zeigte, gewinnt noch mehr unsere Schätzung, aP der-jenige, welcher nicht Muth genug hatte, rechtschaffen zu handeln,und doch zu feig war, in seiner Bahn vorzuschreiten. Wir