Druckschrift 
2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
197
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Worten "nd Thaten sich darftellen. Deine Tugenden werdendich mit Jesu, dein Glaube an Jesum wird dich mit Gott vcr;einigen. Du erblickst dann in dem Beseliger der Welt nur deineigenes, herrliches Vorbild, der seinen Vater im Himmel überAlles liebte; der aus Liebe zu Gott auch das Drückendste mitHcloenmuth trug, in den Stunden der Versuchung hochsinnigüberwand, und jede Pflicht, auch die schwerste, auch den Todam Kreuze, zum Glück -er Menschheit freudig übernahm.

Immer und immer kehre ich zu Dir zurück, Jesus Christus,du Hochvollendeter! Aber auch in Dir nur finde ich vereint, wasmir als Muster in meinem Wandel, als Licht in meinen Finster-nissen dient; nur in Deinem Leben und Beispiel finde ich wiederMuth und Kraft zum Streben, ein besserer Mensch zu werden.Durch Dich erkenne ich, daß Tugend und Sünde nicht beisammenwohnen können; daß ich mich nicht begnügen darf mit einzelnenlobenswerthen Empfindungen, einzelnen nützlichen Handlungen;Saß der nicht Dein Nachfolger ist, welcher nicht nach wahrer Voll-kommenheit und Heiligkeit des Gemüthes trachtet. Es ist nurein Gott, und auch nur eine Tugend. Wer eine Tugendhat, hat alle.

O diese stille, ernste Selbstbetrachtung soll für mich nichtvergebens gethan sein. Ich will sie in einsamen Augenblickenfortsetzen, und in meinem Gemüthe den tiefen, festen Grundsuchen, auf welchem meine Tugend sich erheben könne. GeistDer Gnaden, Geist Gottes, heilige mich! Amen.