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schüft, seines Ehrgeizes oder Hasses, seines Neides oder lieber» >
muths. Er versäumt aus niedrigen Rücksichten seine ihm von
Gott gebotenen Pflichten. Sterblicher! auch von versäumten, ßrst
wissentlich versäumten Pflichten fordert dein Richter dermaleinst
die strengste Rechenschaft! ^j
Verhindere die Ausbreitung schlechter, schwärmerischer, ^,-1
Sitten und Geist tödtender oder Aberglauben und Vorurtheil ke- M
günstigender Bücher, und empfiehl im Kreise deiner BekanntenSchriften, in denen dein Herz eine edle Nahrung, dein Geistmannigfaltige Belehrung, dein Geschmack edle Bildung fand. Ach
Bücher gehören in unfern Tagen zu den wichtigsten Mitteln,wodurch das Gute, wie das Schlechte, auf die schnellste und ^
allgemeinste Weise mitgetheilt wird. Daher dürfen sie weder ^
Obrigkeiten noch Bürgern gleichgültig sein in Rücksicht ihres ^
Werthes. Ein gutes Buch ist oft des Menschen wohlthätie.sterFreund; es ist die Auswahl der besten Gedanken eines vortreff- ' ^
lichen Geistes, wodurch wir selber so weise denken lernen, als ^
der Weiseste. Wem die Gelegenheit fehlt, den Umgaag mitgroßen und erhabenen Menschen zu genießen, der findet ihn auf ^
eine leichte und bequeme Art in ihren Schriften. Er hört in ^
denselben diejenigen zu seinem Geiste reden, die tausend Meilen ^
weit von ihm wohnen, oder schon Jahrtausende vor ihm gelebt ^
haben. Selbst in Kirchen und Schulen wird uns und kann uns "
nicht die verschiedenartige Belehrung ertheilt werden, wie in , , ,
Druckschriften.
Daher lenke sich auch dahin die vorzügliche Aufmerksamkeitjedes Hausvaters, jedes Freundes geistiger Veredlung; ererforsche von erfahrnen Männern das Urtheil über vorzüglich ^
lehrreiche Schriften, und mache sie zu einem Hausschatze, wodurch ^
er sich und den Seinigcn den Verstand erleuchten könne. Wasdu in einer kostbaren Mahlzeit, was du bei einem Lustgelagc ^
mit freigebiger Hand verschwendest, erwirbt dir einige froheMinuten. Aber die Schriften der Weisen, die du bewahrest 6«
und liesest, gewähren dem Geiste ein bleibendes Vergnügenund eine neue Kraft, welche ihm durch sein ganzes Dasein und ^
in den verschiedensten Lagen des Lebens Vorthcile bringt.