und machen doch einem schwere Gedanken! (Jes. Sir. 34,3.4. Z.)Wie kann nun die Wahrheit des göttlichen Wortes bestehen, wennein thörichter Aberglaube noch eine Möglichkeit weissagender Träumeglaubt? Entweder ist der Aberglaube, und sind seine Traumbücher,Kartenschläger und Wahrsager voller Lügen, oder das göttlicheWort ist es.
Die heilige Schrift selbst verbietet uns, au glückliche oder un-glückliche Tage zu glauben, denn wie der Heiland spricht, sorgetjeder von Gott gegebene Tag für das Seine; verbietet uns, zuglauben, daß Nordlichter, Sternschnuppen, oder Kometen am' Himmel böse Vorbedeutungen bringen; denn so spricht der Herr:Ihr sollet nicht der Heiden Weise lernen, und sollet euch nichtfürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sichfürchten. (Jer. 10, 2.) — Wie mag die abergläubige Furchtund Einbildung der Menschen, und die Nichtigkeit derselben, mitder ewigen Wahrheit des Gotteswortes bestehen?
So führt der Aberglaube zur Jrreligion, zur Vernichtungses Christenthums. Oder mag derjenige noch den Namen einesChristen verdienen, der seine Einbildungen höher achtet, als denSpruch der Gottheit selbst? Ist der es, welcher durch mancherleithöichrte Versuche sich einbildet, das offenbaren zu können, wasGott selbst unfern Augen geheim halten will? — Du sollst GottDeinen Herrn nicht versuchen. (Matth. 4, 7.)
Ja, jener Wahn, mit welchem der unwissende Mensch dieFinsternis; durchdringen will, welche uns von dem Zustande derGeisterwelt trennt, bringt ihn mit seinem eigenen Zustande inWiderspruch. So weiß er, daß ein Geist nicht Fleisch und Beinhat, daß er nicht körperlich sein kann, darum, weil er ein Geist .ist. Auch Jesus bezeugte dasselbe schon seinen furchtsamen, nochvom Aberglauben verfinsterten Jüngern, da sie ihn auf dem Meererblickten und für ein Gespenst hielten. Was aber keinen Körperhat, kann auch auf keine Weise körperlich erkannt, das heißt,weder gefühlt, noch gehört, noch gesehen werden. Und dennochwaltet der alberne, von Jesus selbst verworfene Glaube an Ge-spenster und an Erscheinung der Verstorbenen unter dem unwis-senden Volk derer, die sich des Christennamens rühmen. Immer