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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
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öffentliches Leben, als Lehrer, der Welt zu erzählen. Siethaten cs ohne Kunst, in bewundernswürdiger Einfalt, ohneAusschmückung, ohne Streben, zu gefallen oder zu blenden. Diemeisten schrieben, ohne Einer vom Andern zu wissen, daherihre Erzählungen in Rücksicht der Anordnung des Ganzen voneinander abweichen, und doch sind sie in allen Dingen genaumiteinander übereinstimmend, so daß Einer gleichsam zur Aus-legung und Aufklärung des Andern dient.

Göttlichen Ursprungs ist der Glaube des Christenmit sicherer Majestät schreitet er zwischen den Jrrthümern deKAberglaubens und Unglaubens hin. In ihn: findet meine SeeleGcnugthuung, in ihm jeder Zweifel Auflösung; in ihm finde ichdas, was dem Menschengeschlecht allein Noth ist; durch ihnGnade vor dem Allerheiligsten und den Trost der Vergebungunserer Sunden.

Zwar sehe ich selbst in der christlichen Kirche noch Spaltungen< und Andersgläubige und doch bekenne ich: es ist nur ein

-Gott, nur ein Christus, nur eine Wahrheit, nur einChristenthum! Es gibt mehrere christliche Kirchen, aber nureine christliche Religion; es gibt mehrere Hebungen und Mei-nungen, aber nur einen christlichen Glauben!

Die Einfalt und Hoheit der Lehre Jesu war den Menschenund ihren Einbildungen oft zu erhaben, wiewohl sie der Verstanddes Kindes faßt. Der sinnliche Mensch suchte Schmuckhineinzutragen, welcher den Worten Jesu selbstfremd ist. Juden und Heiden, die sich bekehren ließen, nahmennoch mancherlei Vorstellungen aus ihrer alten Religion in denneuern Glauben mit hinüber; sie waren zu menschlich schwach,um sich von allen Jrrthümern ihrer Jugenderziehung trennen zukönnen; sie verstanden oft selbst ihre Lehrer falsch, wie sich dennschon Paulus über den anfangenden Parteigeist in den christlichenGemeinden beklagte. So entsprangen die Sekten und KirckemParteien, so die verschiedenen Religionsmeinungen. Was eineWirkung menschlicher Schwachheiten ist: sollten wir dies demGöttlichen der Religion zuschreiben? Nein, diese steht nochheute, wie vor beinahe achtzehn Jahrhunderten, in edler Einfalt