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ist, heisst der Geister höchstes Ziel; Dasein und Ewigkeit sindeins und unzertrennbar!
Göttlichen Ursprungs muß die Religion sein, dieJesus gab. Denn ich erkenne die Hand Gottes in dem Ent-stehen und Verbreiten derselben. — Wer war der Gesetzgeberder Menschheit? wer der Erlöser der Welt von ihrer Finstcrniß?Durch welche Macht verlieh er dem Glauben, welchen er lehrte,Herrschaft über alle Gcmüthcr, denen er gebracht wurde? —War er der Erste und Anführer eines großen Volks, wie Moseswar, dessen Winken Tausende gehorchten, die ihm Freiheit vonSklaverei dankten? War er ein glücklicher Krieger, der durchseine Reden und Siege Heere für sich begeisterte, um Thronenzu stürzen und Nationen zu beherrschen, wie Mahomed ? Warer Herr eines weltbcherrschenden Reichs, oder ein Schüler deserleuchtetsten Weisen seines Jahrhunderts?
Nein! — Er kam ohne allen Anspruch, ohne Glanz, inDürftigkeit und Weltverläugnung. Eine Krippe war seineWiege. Oft hatte er nicht, wohin er sein Haupt legte. Nie-mand kennt seine Lehrer — er nahm zu an Weisheit und,Verstand. Ungebildete, einfache Männer aus den geringstenVolksklassen wurden seine ersten Jünger. Selbst das Volk,von dem er stammte, unter welchem er lebte, war damals einsder verachtetsten auf Erden und fremden Zeptern zinsbar. —Und dieser Einzige, dieser Unbegreifliche erschütterte die ganzeGeisterwelt, und die Verwandlungen derselben wirkten auf alleirdischen Verhältnisse der Nationen; die Altäre und Tempel desHeidenthums sanken in Trümmer, Thronen versanken, Reicheverschwanden.
Woher kam ihm die Wundermacht der Weisheit? Hatte ersein ganzes Leben der Ergründung von fremden Kenntnissen undWissenschaften geweiht? Hatte er in einem langen Zeitraumvon Jahren seltene Erfahrungen über Gott und Welt ein-gesammelt? — Nein, das Alles nicht! Er war ein Jünglingvon neunundzwanzig Jahren, als er aus der Dunkelheit seinesfrühcrn Lebens hcrvortrat und lehrte. (Luk. 3, 23.) Er warin dem Alter, da die männliche Kraft aufblüht zur Stärke.