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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
119
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Wort Jesu Christi gedrungen; und ich hörte die Lehre Jesu,und seine Offenbarungen über das Menschliche und Göttliche,über das Irdische und Ewige wahrlich, und hätte vor mirnoch kein Sterblicher gesprochen: Er kam von Gott! so würdeich's zuerst ausrufen: Dieser ist von Gott gekommen, und seineStimme ist Gottes Stimme, und seine Wahrheiten sind ewig,wie die Gottheit, und voller Einklang mit allen SchöpfungenGottes! Und hätte noch Niemand gerufen: Glaubet an ihn,denn seine Lehre gibt ewiges Leben ! so würde ich zuerst rufen:Wer an ihn glaubet, der glaubet nicht an ihn, son-dern an den, der ihn gesandt hat! (Joh. 12, 44.)

Nur seine Lehre ist wahrhaft göttlich; und wäre sie einstnie durch Wunder bestätigt, und wäre sie nicht mit seinemBlute besiegelt sie ist in sich selbst ein Wunder, eine aus-gehende Sonne in der Finsternis jedes Gemüths; sie ist derVerband jedes Menschen mit Gott, die Himmelsleiter derGcisterwelt. Menschen konnten sie nicht erfinden: wer sieerfand, mußte die dunkeln Ordnungen der weiten Schöpfungund ihre Gesetze lichtvoll durchschauen, und die Macht und denBeruf des menschlichen Geistes, wie die Stärke sinnlicher Leiden-schaften, die Grundsäulen der Staaten, wie die Bedingungendes Friedens in jedem einzelnen Menschenherzen kennen! ermußte den Gedanken des weisesten Sterblichen und die schwacheVorstellungskraft des unmündigen Kindes kennen, um beidengenugthuend und einleuchtend zu werden. Und wer konnte dies,ehe Jesus erschien? Es ist ja nicht verborgen, was dieWeisesten und Gelehrtesten der Vorwelt gethan noch lebenihre Meinungen und Lehren in vorhandenen Schriften: aberwessen Weisheit steht der Weisheit Jesu nahe? Wer umfaßte imeinfachsten Zusammenhang, wie er, die größten Angelegenheitender Menschheit aller Weltalter? Wer gab, wie er, zu allenRäthseln des Lebens in wenigen Worten den Schlüssel? inWorten, worin der Weiseste die tiefste Weisheit, und derLunkle Verstand des Unmündigen das hellste Licht erkennt; mden Worten: Gott ist unser Vater; Liebe ist die Hauptsummealler Gebote; vollkommen werden, wie unser Vater vollkommen