durch Jesum Offenbarungen werden ließest, welche den Menschenmit sich selbst und Deiner Schöpfung in Eintracht brachten.O ich verstehe nun den großen Sinn des Wortes: öurch Christumsind wir mit Gott versöhnt! — Denn Aberglaube wie Unglaubeentzweien den Menschen mit der Natur und Dir; Aberglaubeund Unglaube, Quellen gleicher Laster, vernichten im Menschendas Ebenbild des Höchsten, des Menschen einzige, bleibendeWürde — ja sie entfernen uns von Dir.
Aber der Welterlöser kam und vernichtete der Völker Aber-glauben, der Götzen Altäre, der Träumer Wahn, vernichtetedie Zweifel verwirrter Vernunft, welche sich ihrer Kräfte über-messen wollte, und stellte die Harmonie im Geisterthume wiederher. Da führte er uns zu Dir, o Vater, zurück; da versöhnteer die abgefallene Menschheit mit sich selbst und Dir !
Und wie er, auch ich! — In meinem kleinen Wirkungskreisewill ich Alle, auf welche ich einigen Einfluß habe, gleich sehrvor der Gewalt des Aberglaubens, wie vor den Schrecken desUnglaubens warnen. Ich will, so weit ich vermag, ein PriesterDeiner ewigen Wahrheit sein; Erleuchtung des Verstandes, Auf-klärung der blinden, unwissenden Brüder befördern, daß sie Dichwürdig erkennen; aber sie zu bewahren suchen vor den Irrlichternhalber Weisheit, daß sie sich nie im Labyrinth trostloser Zweifelund Widersprüche verlieren mögen. Ich will mir, ich will denlieben Mennigen die Hoheit und Wahrheit der Religion darstellen,wie sie hervorleuchtet aus den Worten Jesu Christi, meinesFührers, hervorleuchtct aus den Ahnungen der Weisen desAlterthums, die selbst Jesum noch nicht kannten; hervorleuchtetaus den Wundern der Natur und der Weltschicksale; hervorleuchtetaus den von Dir allen Sterblichen ertheilten Gesetzen der Vernunft,die Dich predigen; chervorleuchtet aus der Majestät christlicherTugenden, die erhaben über irdischen Portheil hinüberdeutet indas ewige, herrlichere Sein, das Du denen bereitet hast vonAnbeginn, die Dich lieben lind Deine beseligenden, vervollkomm-nenden Gebote halten. Amen.