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2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
114
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Joh. 12, 44-46.

Stärke denn oft will er wankenMeinen Glauben, Gott, an Dich;

O wie wird mein Her; Dir danken,

Wie frohlocken! Höre mich!

Laß mich nichr an Dir verzagen,

Md an Dich mit Bitten wagen,

Sinkt mein Glaube, Quell des Lichts,Leuchte mir, sonst fordr' ich nichts.

Wollen Zweifel sich erheben,

Blendet mich des JrrthumS Schein,

O so will ich mich bestreben,

Deiner Lehre treu zu sein.

Zeige Du Dein Licht mir wieder:

Ströme Glauben auf mich nieder;

ES entwülke sich mir ganzDeiner Wahrheit reiner Glanz.

Nur auf Dein Wort, nicht auf LehrenSchwacher Menschen laß mich sehn,

Deine Stimme laß mich hören,

Deine Güte recht verstehn.

Mehr als Zcugniß aller WeltenLaß mir, Gott, Dein Zeugniß gelten:Richte meinen ganzen SinnNur auf Deine Wahrheit hin.

Aäme ich alö ein Fremdling von einer entfernten, einsamenInsel des Meeres, wohin nie der Name, nie das Wort JesuChristi gedrungen; und träte ich plötzlich unter die Völker, wiesie auf verschiedene Weise ihre Gottheit verehren, und aufmancherlei Weise ihren Glauben bekennen; und regte sich inmir die lebendige Sehnsucht, den wahren Glauben zu umfassen,jene Sehnsucht, welche ich schon als Kind oft beim Anblick desgestirnten Himmels, oder der majestätischen Wetterwolken, dieleuchtend über die schaudernde Erde zogen, aller Wunder derNatur, und bei den verschiedenen Tempeln, Religionen un--Gebräuchen der Völker empfand: welchen Glauben würde