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Den finstern Unsinn an den Platz wohlthätiger Wahrheit undGüte Gottes, und gibt eingebildeten bösen Geistern eine Macht,welche die Macht des ewigen Vaters verletzt. Er vernichtet dasGefühl der Menschlichkeit in des Menschen Brust, und begeistertihn zu den grausamsten Thaten. Er verwandelt die Religion mrine mörderische Glaubenswuth, welche mit Dolch und FackelDas Glück der Brüder verheert.
Aber sind die Wirkungen des Unglaubens minderschädlich? Wer kennt nicht das geheime Elend der Zweifler, d-ieTaster leichtsinniger Neligionsspötter, die Gefährlichkeit jenerMenschen, die ohne Trvu und Glauben sind, weil sie nichtsliebem, nichts glauben können, als ihren eigenen Nutzen; keinenGott, keine Ewigkeit kennen, sondern nur den Genuß des Augen-blicks, den wir Leben heißen; keine Tugend kennen, sondernnur Schlauheit, kein Laster, sondern nur Ungeschicklichkeit; jenerMenschen, welche alle Religion für Erfindung listiger Gewalt-haber halten, um damit Völker in Ordnung einzubannen, oderfür Träumereien gutmüthiger Schwärmer, welche ihre Einbil-dungen Andern einzureden wußten.
Der Aberglaube hat von seiner Tyrannei viel eingebüßt, indemaufgeklärte Männer, fromme Fürsten, denen das Wohl ihrerUnterthanen heilig war, entweder das Reich des Jrrthums durchihre Lehre zerstörten, oder durch ihre Macht enger begrenzten.Es flammen keine Scheiterhaufen mehr für die vermeinten Zau-berer ; betrügerische Wahrsager können ihr Wesen nur noch ingeheimer Stille treiben; man wetzt kein Schwert mehr zur EhreGottes, um das Blut der Brüder zu vergießen, welche Gott aufandere Weise verehren; man vernimmt von keinen Gespenster-Erscheinungen mehr, und Personen, welche vom Teufel besessenzu sein glauben, werden nicht mehr durch Segnungen und Gebetealtgläubiger Priester, sondern durch die Hilfe der Leibesärzte-geheilt. Nur im niedrigen Volkshaufen, wo aus Mangel desVermögens ein besserer Jugcndunterricht fehlt, übet der Aber-glaube noch hin und wied-er seinen verderblichen Machteinfluß.
Dagegen hebt der Unglaube sein froh-lachelndes Haupt destoherrischer empor. Ihm huldigen die Menschen der bildungs-
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