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aus ihnen sehe, wie ich unmerklich mit dem Bewußtsein aus einem
Unbewußtsein hervorging, wie ein Lichtfunke aus der Nacht-
dann stehe ich schaudernd vor dem Räthsel meines Daseins. Ichmöchte empor zum Schöpfer beten, der mich rief. Aber meineZunge wagt es kaum, zu stammeln vor der Majestät derunendlichen Allmacht. Und meine Seele fühlt sich wie in Furchtund Grauen vergangen.
Richte ich meinen Blick abwärts auf den Grenzstein meinesLebens, auf die letzte meiner Stunden, wo liebende Verwandteum mich weinen, wie ich geweint habe um die früher Heim-gegangenen ; denke ich an den Augenblick, wo ich aus dem Daseinheraustrete, wie ich hereintrat, aus dem Bewußtsein in dasUnbewußtsein, in eine Nacht, von der Niemand spricht undverkündet; denke ich, wie mein Leib, den ich heute noch wideralles Ungemach sorgfältig schütze, von Erde verschüttet, sich inErde auflöset, verwesend auseinander geht, Theil anderer Pflanzen,anderer Thiere, anderer Menschen wird, während mein Geist,durch unbekannte Macht geleitet, neue Welten, neue Verhält-nisse, neue Brüdergeister finden soll — dies mein wunderbaresLoos, das ich annehmen muß, wie es mir gegeben wird,nicht wie ich es wähle und will — diese ganze Unerklärlichkeitmeines Selbsts und meines ferner» Seins — es erfüllt michmit bangem Entsetzen. Ich begreife nicht mich, nicht die Welt,nicht die Zeit, nicht die Zukunft. Ich starre in die Gefildedes Todes hinab, in die Nacht der Ewigkeit hinüber — undGott lebt über den Gefilden des Todes, und der Thron seinerHerrlichkeit steht aufgerichtet in der Nacht der Ewigkeit. Ichmöchte zu ihm mich wenden, denn ich fühle mich einsam. Ichmöchte zu ihm mich wenden, denn er ist Vater meines Lebensund meiner Ewigkeit. Aber ich erbebe in Gedanken vor demHohen, Ewigen, Verborgenen. Und im kindlichen Verlangender Liebe nach ihm fühlt meine Seele sich wie in Furcht undGrauen vergangen.
Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr Zebaoth! Licht,Vollkommenheit und Vollendung Er! — Ach, und ich zu denEwigkeiten Berufener, zur Kindschaft des Allerheiligsten Aus-