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10 .
Was Furcht Gottes sei.
2 . Tim. t, 7.
O Dir, der sein wird, ist und war,
Umjauchzt von Deiner Engelschaar,
Du Herrlicher, Du bist allein!
Wie Du bist, Gott, kann Keiner sein!Umströmt von unnennbarem Licht,
Bedarfst Du der Geschöpfe nicht.
Gedenkt mein Geist der Majestät,
Di« Dich, Allherrlicher, umweht,
Dann wagt er kaum emporzuseh'n,
Und kaum, o Gott, zu Dir zu ssch'n.
Du aber hobest ihn empor,
Vom Staube seines Nichts hervor,
Und Deiner Liebe HimmelsscheinFlößt seliges Vertrauen ein.
ES lehrt mich liebend Jesus Christ,
Daß Du nur Liebe, Liebe bist.
Du bist die Gnade, bist die Huld,
Trägst unsre Schwachheit mit Geduld.
O Huld, die Niemand fassen kann.
Wir beten an! wir beten an!
26enn ich zurückschaue auf die große Vergangenheit der Zeitenhinter mir, auf die Ewigkeiten, da noch kein Erdball war undkeine Sonne schien, kein Mondstrahl in unsere Nacht fiel; dannseit der Schöpfung dieser Welt auf die verflossenen Jahrtausendederselben, auf die nun seit Jahrtausenden nicht mehr vor-handenen Reiche und Nationen; sehe, wie diese Erde gleichsamein ungeheures Grab alles Gebornen ist, seit Tausenden vonJahren, und wie der Staub, der meinen Fuß umweht, derStaub der Verwesung einer lebendigen Vorwelt ist; wenn ichdenke an meine Vorfahren seit Jahrhunderten, von denen mi.-noch die Geschichten meiner Heimath erzählen; und dann, alsdies Alles war und geschah, und daß ich nicht war; undfrage: wo war ich? was wrr ich ? wie konnte ich werden ausNichts und die Welt Gottes sehen? — dann auf meineKinderjahre und auf die dunkelsten und frühesten Erinnerungen