Druckschrift 
2 (1837) Andachtsbuch einer christlichen Familie
Entstehung
Seite
75
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Jesus, dein Glaube belebe, stärke, heilige mich! Ich findein keinem Andern Heil, als nur in Dir. Ich finde kein Licht,als in Deinen Offenbarungen; ich finde keine Heiligung, als inDeinem Blut, das für uns vergossen ward! Nur die Demuth,das Gefühl unserer Unwürdigkeit, und der Hinblick auf die voll-endete Tugend Jesu Christi und die in ihm erschienene GnadeGottes kann unsere unvollkommene Tugend vollenden.

Und in diesem Glauben will ich verharren bis ans Ende.Er ist die Quelle meiner theuersten Erwartungen, er ist dieQuelle meines Trostes, wenn ich beim Anblick göttlicher Majestätim Gefühl meiner Unwürdigkeit vergehen will; er ist die Quellemeiner Frömmigkeit und meines Rechtthuns vor Gott und Men-schen ; er ist der Wächter meines Herzens in den Stunden derVersuchung.

Vater der ewigen Liebe, Vater des Erbarmens, all meinStreben ist verloren, vollkommen zu werden, wie du vollkommenbist; ich bin ein sündiger Mensch, und der Verzweiflung über-lassen, wenn Du nicht Gnade ergehen lassen willst für Recht.Ach, laß mich auch in meiner Verworfenheit noch Gnade vorDir finden; laß auch mich dereinst nach vollbrachtem Lauf dieTrostcsworte hören: dein Glaube hat Dir geholfen! Amen..